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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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Colets Schreiben (App. 4), das er bis zum 5. Oktober noch nicht er-halten hatte (ep. 121) und das er nach seiner Rückkehr, wie wirgesehen, beantwortete. Vielleicht fällt der Besuch kurz nach dem 26.September, denn ep. 120 an Gonell, vom 26. Septbr., ist augenschein-lich kurz vor dem Aufbruch in der Freude über das gute Aussehenseines Pferdes geschrieben, dessen Pflege er Gonell anvertraut hatteMit Sicherheit lässt sich indes das Datum dieses, übrigens recht unwesent-lichen Briefes nicht, bestimmen.

Dass ep. 121 in das Jahr 1511 gehört, zeigt, ausser dem gleichenDatum, auch die innere Ähnlichkeit mit ep. 122 an Ammonio, den erebenfalls in London nicht angetroffen hatte. Mit dem Nuntius verbandihn immer engere Freundschaft. Auch Ammonio war, sein Glück zusuchen, nach dem Norden gekommen. Als Italiener und Schüler derpäpstlichen Diplomatie ein ungleich gewandterer Höfling als der kränk-liche Gelehrte, weniger nervös empfindsam, dabei ein uneigennütziger,treuer Freund und für Erasmus von hingebender Anhänglichkeit, warer vielleicht der rechte Mann dazu, das Glücksschifflein des mehr zumDenken als zum Handeln geneigten Gelehrten durch alle Klippen zuleiten. Bis zu seinem Tode, im J. 1517, ist Ammonio der Unter-händler des Erasmus in seinem Werben bei den englischen Bischöfenund dem päpstlichen Hofe; es giebt in den nächsten Jahren kaumeinen wichtigeren Schritt, den Erasmus ohne seinen Freund thut, kaumein Ereignis, das nicht herüber und hinüber diskutiert wird. Der Brief-wechsel mit Ammonio ist der feste Kern, um den sich die mannigfachenVerhandlungen dieser Zeit krystallisieren.

Den politischen Hintergrund für die Korrespondenz des Erasmusin diesem Jahre bilden die Kriege, welche die am 5. November 1511zwischen Julius IL, Venedig und Spanien geschlosseneheilige Liga"gegen Frankreich führte. Erasmus, der von der grossen Welt abge-schlossen in Cambridge über die Grammatik des Chrysoloras Vorlesungenhielt, Hess sich von seinem diplomatischen Freunde mit grosser Regel-mässigkeit über die politischen Ereignisse, für die er reges Interessean den Tag legte, Bericht erstatten. Aus dieser Zeit stammt mitwenigen Ausnahmen die Reihe der Briefe 122 bis 142, die in derLeydener Ausgabe die Jahreszahlen 1511 und 1512 tragen. Dass sieindes in dieselbe Zeit gehören, lehrt sofort der Inhalt mit den ununter-brochenen Beziehungen auf einander. In ep. 122 vom 5. Oktober,zugleich mit ep. 121 an Colet, auf den auch der ergebnislose Besuchin London und die erwartete Ankunft Mountjoys hinweist, und in ep. 123

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