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mit eben so viel Eifer als Missgeschick. Seitdem thut die ersten glück-lichen Griffe erst Arthur Richter, der über Gayes Schrift viel zu günstigurteilt. Die Biographen des Erasmus, unter denen sich in den letztenJahrzehnten besonders Franzosen und Engländer hervorgethan haben,gehen entweder über diese Kernfrage hinweg 1 ), oder sie haben, wieSeebohm, Durand de Laur, Drumraond, zu denen als NichtbiographBrewer in seiner Ausgabe der englischen State-Papers tritt, die Konse-quenzen dieser notwendigen Voraussetzung mehr oder weniger eingehendgezogen, aber damit nur bewiesen, dass die Datierung einzelner ausdem Zusammenhang gerissener Briefe zu Fehlschlüssen führt.
Die Zeit, die hier zur Behandlung kommt, umfasst die Jahre vonder Rückkehr aus Rom (1509) bis zur 3. Basler Reise (1518), alsovon dem Abschluss seines geistigen Entwickelungsganges bis zum Beginndes Gegensatzes zu Luther. Den Grundstock der Korrespondenz bildetdie Leydener Ausgabe (III. Band der Opera omnia ed. Ckricus, 1703—6),nach der auch zitiert wird, und zwar bezeichnet „App." vor der Nummerdie in den Appendix S. 1521 ff. aufgenommenen Briefe. Zu den ananderen Orten gedruckten sei nur erwähnt, dass Rieggers „Amoenitateslitterariae Friburgenses" nach der Ausg. von 1779 zitiert wird, die inden Seitenzahlen von der älteren von 1775 bisweilen abweicht. Vonunvollständig gedruckten oder schwer zugänglichen Briefen habe ichzwei iu den Anhang' aufgenommen. Dass die Litteratur möglichstvollständig angeführt ist, auch wo ich keine Belehrung aus ihr habeschöpfen können, wird vielleicht der Arbeit zu gute kommen. Nichtbesonders erwähnt, ausser wo eine Veranlassung vorlag, sind die Artikelin Ersch und Grubers Allgemeiner Encyklopädie der Wissenschaften undKünste, der Allgemeinen Deutschen Biographie, Biographie universelle,Nouvelle biographie generale, Dictionary of National Biography, Vander Aa's Biographisch Woordenboek der Nederlanden.
Das Briefverzeichnis am Schlüsse der Arbeit umfasst 580 Briefe,von denen etwa 290, also die Hälfte, im Datum u. a. haben geändertwerden müssen. Erwägt man aber, dass die aus Mss. veröffentlichtenund trotz mancher Mängel weitaus zuverlässigeren Briefe des Appendix,die annähernd die Hälfte jener 580 ausmachen, fast ausschliesslich dieserZeit angehören, so darf man behaupten, dass mindestens 2 U sämtlicherBriefe der Leydener Ausgabe ein falsches Datum tragen. Für die
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J ) Ich nenne von Neueren Feugere (1874), Pennington (1875), Amiel(1889), zuletzt James Aut. Frouile (Life and letters of Eraamus London 1894).
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