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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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rechts Maria liegend, über ihr das Kind mit Ochs und Esel. LinksJoseph, von dem nur Kopf und Arm sichtbar sind, die Linke trauerndan die Wange legend. 3. Zwei Evangelisten neben einander, aufblickendund schreibend.

fol. 5a. Sequentia aurea von Notker. fol. 7a. Gut aus-geführter goldener Initial H mit roten Rändern auf lilafarbenem Grundfol. 10b (abgebildet bei Labarte a. a. 0.). Stephanuslegeude in zweiDarstellungen. 1. Stephanus predigend. 2. Stephani Steinigung.

fol. 14b. Halbseitige Darstellung. Johannes evangelista sitztgraubärtig en face auf einem Kissenthron in grünem Rock und braunemMantel mit einem aufgeschlagenen Buche auf dem Schoosse, das er mitbeiden Händen hält. In principio erat verbum etc.

fol 18a. Kindermord. 3 /4seitige Darstellung mit zwei Scenenin einem Felde. Oben sitzt Herodes, die Rechte erhoben, die Linkehält ein Scepter. Links von ihm zwei, rechts ein Diener (Schwert-träger). Unten rechts steht ein Knecht, mit der Rechten ein Schwerthaltend; auf dem Boden viele Kinderleichen 1 ).

fol. 18b. Sequenz de sanctis innocentibus.

fol. 25b. Halbseitige Darstellung der Anbetung. Rechts sitzt Maria,das Kind auf dem Schoosse, welches in der Linken ein Buch hält unddie Rechte segnend erhebt. Von links nahen die drei Könige in phry-gischen Mützen, unter dem aufgerafften Mantel flache Schaalen haltend.

fol. 26b. Ganzseitige Darstellung in zwei Scenen. 1. TaufeChristi (Abb. Strzygowski a. a. 0.). Dieser steht en face in der Mitte,über ihm die Taube und die Hand Gottes in einem Halbkreis, linkshinter dem "Wellenberg Johannes, die Rechte auf Christi Haupt legend,rechts zwei Engel mit Gewändern. Zwei halbnackte, links undrechts einseitig knieende männliche Gestalten giessen aus zwei Krügen

*) Die Scene des Kindermordes ist nach Voege a. a. 0. S. 244 vonReichenau aus in die rheinische Centralschule gekommen, da früher keineBelege vorhanden sind. Die Darstellung im Codex Egherti fol. 15b (KrausTafel XIII, Voege S. 67) hat ikonographisch auf die Darstellung in Cim. 58(fol. 31b, Abb. Voege S. 68), die einzige in der Hauptschule, eingewirkt.Ferner hängen ikonographisch zusammen die Darstellungen im EchternacherCodex (fol. 19b, Abb. Lamprecht a. a. 0. Tafel III) in der auch in Trierentstandenen Brüsseler Hs. Bibl. du roi No. 9428 (Voege S. 384; links Herodesmit Schwertträger, rechts Krieger, Frauen und Kinder) und in dem vomEchternacher Codex abhängigen Bremer Evangelienhs. (Abb. Lübke, Gesch.d. d. K. S. 137). Unsere Darstellung dagegen fällt aus dem Rahmen heraus;es fehlen die klagenden Frauen,