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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
Entstehung
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unten sind mit einer Rosette besetzt (wie in der Apokalypse und Ada-handschrift). Von der Mitte der obersten Platte aus steigt ein drei-eckiger Giebel empor, zugleich gehen aber auch von deren Ende Pfostenhorizontal in die Höhe bis in die Höhe des Giebelabschlusses; ein ver-tikaler Verbindungspfosten verbindet dann den Giebel mit den beidenEckpfosten. Der Giebel enthält einen Akanthusfries, dessen Ausführungund Farbengebung ganz dem Schulcharakter entspricht (lilafarben mitdunklerer Rippeneinzeichnung und weisser Höhung; die Rippen mitPunkten besetzt). Die äussere rechteckige Umrahmung zeigt auf Purpur-grund einen mit grösster Delikatesse ausgeführten zierlichen weissenRankenfries, ganz im Stile der Adahandschrift. Die Giebelfelder sindausgefüllt durch einen Zweig, auf dem ein Vogel (Kranich) steht. Eindritter Vogel (Hahn) steht in der Spitze des Giebels auf Zweigwerk.Von dem inneren Scheitel des Giebels hängt eine Ampel herab (grünmit roter Innenzeichnung). Dann folgen nach unten zu mit Zwischen-räumen zwei rechteckige Purpurstreifen mit Silber- und Goldschrift undsodann ein grosses grünumrändertes Quadrat aus Purpurstreifen mitabwechselnder Gold- und Silberschrift zusammengesetzt.

Die Initialen (häufige Füllung mit weissen Punktrosetten) haltendie Mitte zwischen karolingischer und ottonischer Weise. Es lassensich zwei Hände unterscheiden, eine einheimische von der Adahandschriftbeeinflusste und eine irisch beeinflusste Hand. Beide Thatsachen sindleicht erklärlich, da der Codex aus St. Maximin stammt. Auch hiermacht sich wieder neben den stilistischen Unterschieden die Verschieden-heit der Farbengebung bemerklich; einerseits die hellen irischen Farben(mehrfarbige Buchstaben), andererseits eine dunkle, oft etwas schmierigeFarbengebung. Manche der z. T. ganz vortrefflich gezeichneten Initialensind nur goldbraun unterlegt, offenbar zur späteren Aufnahme einesgoldenen Überzuges.

Im zweiten Bande der Hs. ist das Verhältnis dasselbe. Das Titel-blatt ist ähnlich komponiert. Drei Säulen tragen zwei Spitzgiebel, überdie von den beiden Aussensäulen ein grosser Rundbogen sich schlägt,über diesem steht wieder ein rechteckiger Architekturabschluss. Sowohlvon dem Scheitel des Bogens als auch von den Giebeln herab hängendiese Ampeln. In dem mittleren durch die beiden Giebel gebildetenFelde stehen zwei einander zugekehrte Pfauen. Zwischen den Säulenlinden wir auf Purpurrechtecken Gold- und Silberschrift. Ferner findensich solche Purpurstreifen mit weisser Schrift. Die Füllung der Initialenist violett und grün; weisse Punktrosetten sind eingestreut.

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