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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
Entstehung
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direkte Kopie der betr. Scene aus unserm Codex zu sein (Bl. 37. Apokal.XII 1 ff. Beschreibung bei Frimmel a. a. 0. S. 33 ff.Das Sonnen-weib und der Drache") oder aber beiden lag derselbe Archetypus vor.

Die Trierer Hs. wurde bisher etwas zu frühe datiert; Lamprechta. a. 0. setzte sie in die zweite Hälfte des 8. Jahrb. und nahm an, siesei von einem Schotten auf dem Kontinente geschrieben worden, er stütztediese Annahme durch den Nachweis von paläographischen Mischformen.Daneben konstatierte er traditionell-antike Einflüsse und deutsche Ele-mente. So tragen nach ihm die Ältesten der Gemeinde deutsche Schöffen-mäntel. Frimmel (a. a. 0.) setzte die Hs. in dieselbe Zeit, betontestarke altchristliche Einflüsse und nahm eine italienische Vorlage desG. Jahrh. an. Keuffer, der Frimmel folgte, setzte als Grundstock desTextes die Itala fest, konstatierte aber dabei auch Einflüsse der Vulgata.Linke untersuchte darauf den Text und gelangte (a. a. 0. S. 24) zudem Resultate, dass die Hs. den italienischen Vulgatatext, vermischtmit älteren Elementen darbietet. Keuffer wies dann ferner auf dieallerdings vorhandene nahe paläographische Verwandtschaft mit dem Ada-codex hin und stimmte Frimmel bei, der eine mögliche Entstehung derApokalypse in einem Trierer scriptorium annahm, ja Keuffer gab sogardie Möglichkeit zu, dass die Adahs. dann ebenfalls in Trier geschriebensein könne. Janitschek kam nach einer Analyse der Technik und desStils zu dem Schlüsse, das scriptorium der Apokalypse sei in einemdeutschen Kloster zu suchen. Die Handschrift zeigeschlichten Feder-zeichnungsstil" mit Reminiscenzen an die Hofkunst; ferner steht sie ihm quasimit an dem Anfang einer neuen deutschen Kunst. Thatsächlich ist die Hs.aber der Ausläufer einer alten Kunst, sowohl technisch, als stilistisch.

Der Codex war schon am Ende des 10. Jahrhunderts in Trier,fol. 2a finden wir den Besitztitel mit der für Tours und Trier besonderscharakteristischen Anathemaformel 1 )Codex saneti Eucharii primi tre-

Mittlgn. d. Instituts für österr. Gesch. XII, S. 344. Wolfram, Jahrb. fürlothring. Gesch. u. Altertumsk. III. Clemen widerlegt mit Recht die falscheDatierung Wolframs und weist auf den paläographischen Zushg. mit Tourshin. Eine genaue Untersuchung, resp. Publikation dieser Hs. sowie eineVergleichung mit dem Trierer Cod. ist sehr zu wünschen. Herr Dr. P. Clemen,der die Liebenswürdigkeit hatte, die Correkturbogen zu lesen, teilt mir mit,dass die Hs. zu Camhrai eine Wiederholung des Trierer Exemplars ist. Erstereenthält von den Bildern der Trierer Hs. die Illustrationen (nach Frimmelcitiert) 1, 6, 8, 915, 17, 22, 2438, 41, 43, 4446, 57, 60, 63 und 64 zu-sammen, 6572. Die Abweichungen sind sehr gering.

') Der Virgil zu Bern (geschrieben zu Tours, St. Martin, im 9. J.):