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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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fast allen Sacramentarien antreffen 1 ). Ebenso typisch war der Beginndes Messkauons selbst gebildet und geschmückt. Auch hier besitzenwir ein Zeugnis des Siccardus, wonach der Anfangsbuchstabe des erstenWortes im Kanon (Te) durch seine an das Crucifix erinnernde Formden Anlass gab, einen Christus am Kreuze zu malen. Der Typus, wieer später vorliegt, hat sich erst allmählich herausgebildet. Springerweist darauf hin, dass das bekannte Sacramentar von Gellone das ersteist, welches an dieser Stelle einen Crucifixus trägt 2 ); ein älteres (saecVII/VIII) 3 ) kennt diese Sitte noch nicht 4 ).

Springer 5 ) teilt die Sacramentarien in drei Gruppen. Die erstebeschränkt sich auf die reiche ornamentale Ausschmückung der Anfangs-buchstaben und Worte der Praefatio und des Kanon. V w ist mitD noch nicht monogrammatisch verschmolzen, sondern steht für sich,dasere" liegt im Schenkelzwischenraum. Dase" ist mit dem Tverbunden, in dessen Stamm eingeschrieben. Dieser ersten Gruppegehören besonders französische Hss. an, seltener deutsche.

Die zweite Gruppe fügt zu der ornamentalen Zeichnung derAnfangsbuchstaben noch figürliche Darstellungen hinzu. Das T wirdzum Kreuze für den Crucifixus, zugleich vertritt er weiter seine Funktionals Buchstabe. Das war seine Gestaltung gegen Ende des Jahrtausends,später kamen noch Maria und Johannes dazu, die z. B. unser Sacra-mentar noch nicht hat.

Der Codex zeigt zu Beginn der Praefatio das von einem knieendenEngel getragene Zier-V. Dasere" undD" stehen ohne monogram-matische Beziehung daneben. Dagegen findet sich die typische mono-grammatische Ligatur OjQ sonst in der Hs. (fol. 24a, 25b u. a. a. 0. m.)

Der den Purpurgrund umgebende Rahmen ist ausschliesslich derMedaillons dem auf fol. 13 a analog.

Der Engel ist eine knieende Figur halbrechts nach vorne mitweit auseinander gehenden Knieen. Der Oberkörper ist unter der Lastdes Buchstabens hintenübergebeugt und hält mit den emporgestrecktenHänden dasV", dessen Spitze zwischen den erhobenen Unterarmenliegt. Der mit langem blauem Haare bedeckte Kopf ist von einem

J ) Springer a. a. 0. S. 342.

2 ) Springer a. a. 0. S. 342 ff.

3 ) Delisle a. a. 0. No. 2.

4 ) Ficker, D. Mitralis etc. S. 23. Otte, Handbuch etc. I 5 , 139. VoegeS. 201/2.

6 ) Springer a. a. 0. S. 356.

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