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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
Entstehung
Seite
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des ganzen, jetzt vergrössterten Rahmens ausfüllend, vier Quadrate,welche runde Medaillons einschliessen. Diese Medaillons, welche männ-liche Brustbilder auf Silbergrund tragen und deren Durchmesser kleinerist als der Längen- und Breitendurchschnitt der Quadrate, werden jevon einem schmalen, abwechselnd mit schwarzen und weissen Punktenbesetzten Rundrahmen umgeben, der nach dem Silbergrunde, also nachinnen, einen weissen, nach aussen einen rotbraunen Kontur hat. Indem äusseren, die Medaillons umschliessenden quadratischen Rahmenliegen andere, kleinere, aus weissen und roten Linien gebildete Quadrate,deren Seiten denen des äusseren parallel sind. Das innerste Quadratwird von dem Medaillon so bedeckt, dass nur die vier Ecken heraus-ragen; in den schwarzbraunen Zwickeln, die dadurch entstehen, liegenje drei weisse Punkte. Die Ecken der ineinanderliegenden Quadrateverbinden schwarzbraune Linien; dieselbe Farbe hat der abschliessendeäussere Kontur.

Der Silbergrund der Medaillons trägt das Brustbild eines bartlosenMannes en face. Derselbe trägt ein blaues weissgehöhltes Untergewand,über dem auf der linken resp. rechten Schulter der lichtgrüne weiss-gehöhlte Mantel sichtbar wird. Er ist auf der Schulter mit einer grossenrunden Goldfibula befestigt. Das Bild hebt sich in braunem Kontourvom Hintergrunde ab, nur das blaue Gewand und das blaue Haupthaarsiud gegen den Silbergrund weiss kontouriert. Die Gesichtsfarbe istpurpurrosa mit weissen und roten Aufhöhungen. Es wird nötig sein, beider Besprechung der Technik darauf zurückzukommen. Die Medaillonszeigen stets dasselbe Porträt, nur sehen die Köpfe nach rechts oderlinks je nach der Seite, auf der sie liegen (rechts und unten nachrechts, links und oben nach links).

Auf den äusseren Seiten der Rahmen liegen in der Mitte rotunter-legte goldene Palmettenornamente mit braunem Kontur und braunerBlattrippeneinzeichnung (vgl. Skizze).

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Schon die altchristliche Kunst übernahm aus der Antike die Sittevon Porträtdarstellungen in Form von Münzbildern 1 ). Allmählich jedoch

x ) "Vgl. Schlosser, Beiträge zur Kunstgeschichte aus den Schriftquellendes frühen Mittelalters. Sitzungsber. d. k. Akad. d. Wissensch. in Wien.Philosophisch-histor. Klasse CXXIII. Wien 1891. S. 121 ff.