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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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ist dennoch geschehen, ebenso wie bei den Initialen des Egbertcodexund den Silbergloriolen der Evangelisten im Adacodex l ). Unter Egbertblühte bekanntlich die Goldschrift auf Purpurgrund 2 ).

Von Oechelhäuser findet 3 ) eineauffallende häufige Anwendungvon Silber, sowohl in der Schrift, wie bei den Bildern." Die KölnerSchule 4 ) zeigt nur ausnahmsweise Verwendung von Silber (die Schriftausgenommen). Dagegen weist die Bibel saec. X in Trier 5 ) viel Silber,ebenso finden sich Silberinitialen in dem Echternacher Missale inDarmstadt l! ). Der Codex Egberti 7 ) hat in den goldkonturiertenInitialen viel Silber als Füllung verwendet, Ebenso sind auf Tafel 54(Kraus S. 26), wo Jesus den Jüngern erscheint und, nachdem er ge-gessen, ihnen Reste von Fisch und Honig giebt, die Fische und dasBrod silbern. Im Codex Epternacensis 8 ) finden wir von fol. 426 anals Füllung für die mit Mennig konturierten Initialen vorwiegend Silber.Das Heidelberger Sacramentar weist ebenfalls eine nicht geringe Ver-wendung von Silber auf. Ebenso tragt das Kalendar hier Gold-und Silbertupfen in der Schrift wie unser Sacramentar. Ein rhein-läudisches Evangeliar in Köln 9 ) (saec. XI ex.) hat Initialen mit Silber-füllung. Wir finden also in Trier und den Rheinlandeu schon frühe(Adacodex) eine starke Verwendung des Silbers in Wort und Bild; dieseBevorzugung erhielt durch die Reichenauer Kunstweise nur noch Nahrung.

Die den Purpurgrund umschliessenden Bordüren tragen alle Orna-mente, deren Motive in spätkarolingischem Stile gehalten sind. Auf derinneren Seite trennt diese Ornamente ein rotunterlegter schmaler Gold-rahmeu mit weissem Kontur; der äussere Rahmen ist breiter undzweifarbig, gold und rot; diese beiden Farben trennt ein dünner weisserStrich. Die Ecken durchbrechen vier herzblattförmige goldene Abschlüsse,die in den Pergamentgrund hinausragen und die der weisse Trennungs-kontur bis zu den Enden begleitet, also den roten Rahmen durchbricht.Diese Art des Rahmens (vgl. Tafel 2) ist mit geringen Modifikationen

J ) Tafel 15. Dort auch im Rahmen neben Gold ebenfalls Silber inden Füllungsfeldern.

2 ) Keuffer I 8, II 95.

3 ) a. a. 0. S. 52.

4 ) Voege a. a. 0. S. 170.

s ) Vollmöller, Roman. Forschgn. S. 276. Voege S. 383/4.6 ) Lamprocht, B. J. LXX. S. 77.') Lamprecht a. a. 0. S. 84.

8 ) Tafel 4, 6, 7.

9 ) Lamprecht a. a. 0. S. 84. Ders. InitLalornamentik S. 30. No. 79.