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Zwei Hauptwerke mittelalterlicher Buchmalerei sind mit seinem Namen undWirken direkt verknüpft, der Codex Egberti und der Psalter in Cividale.Ferner bezeichnet das sog. Registrum Gregorii (Trierer Stadt-bibliothek) in seiner auf Purpur geschriebenen goldenen Vorrede Egbertals Auftraggeber 1 ). Kraus 2 ) hat auf das Anschaulichste das Wirkendieses Kirchenfürsten geschildert, der beim Eintritte in die Würde seinenSprengel im traurigsten Zustande antraf. Er war unablässig thätig,die durch die verheerenden Normanneneinfälle zerstörten und nieder-gebrannten Kirchen und Klöster wieder aufzubauen und wieder auszu-schmücken 3 ). Dass seine Bemühungeu von Erfolg gekrönt waren, beweistder plötzliche Aufschwung und die hohe Blüte der Trierer Kunst gegenEnde seines Episkopates 1 ). Produkte dieser Kunstepoche sind z. B.der Tragaltar des h. Andreas 5 ), der Deckel des Echternacher Evan-geliars (! ), der Stab des h. Petrus 7 ) und andere Werke der Klein-plastik 8 ), ferner die Werke der Trierer Malerei im weiteren Sinne (d. h.die Leistungen der Echternacher Schule mit eingeschlossen), das Re-gistrum Gregorii, der Echternachcodex, das Prümer Antiphonar inParis, Cod. lat. 9448 (Suppl. lat. 641)°), die Hs. des Kaisers Heinrich IIIin Bremen aus Echternach 10 ), vielleicht auch der Codex Gertrudianus
^ Keuft'er, Beschreibendes Verzeichnis d. Hss. d. Stadtbibl. zu Trier II.S. 95. Janitschek, D. Malerei, S. 65. Lamprecht, Initialornam. No. 47. S. 28.Neues Archiv II. S. 437. Lamprecht, Bonner Jahrb. 70. S. 59. Abgeb. beiPalustre und Barbier de Montault Tresor de Treves. Vgl. übrigens unten.
2 ) Codex Egberti S. 5 ff.
3 ) Ausser Kraus a. a. 0. Görz, Mittelrh. Urb. I Coblenz 1876 u. ders.Regesten der Erzbischöfe von Trier, an vieleu Orten.
') Vgl. die Schilderungen Beissels: Stimmen aus Maria-Laach XXVII.1884. S. 260 ff. 479 ff.
") Beissel a. a. 0, S. 480. Aus'm Werth, D. Kunstdenkmale des christl.M.-A. in den Rheinlanden I. 1860. 3. Abb. S. 81. Tafel 55.
6 ) Litteratur bei Voege a. a. 0. S. 381/2. Farbige Abbildg. Henneam Rhyn, Kulturgesch. d. deutschen Volkes -l. S. 152.
') Beissel a. a. 0. S. 481. Aus'm Werth, D. Siegeskreuz Constant. VII.
8 ) Beissel a. a. 0. S. 482 ff. D. Goldschmiede- und Emaillekunst zur ZeitEgberts u. d. Nachfolger gedenke ich in Kürze an anderem Orte zu behandeln.
9 ) Schnaase 2 IV. 633. Lamprecht, B. J. 70. S. 60 Anm. Laberte 2 II451. pl. Li. Kraus, Codex Egberti S. 8 Anm. 2.
I0 ) Müller, Mittlgn. d. k. k. Centralkomm. VII. 1862. S. 57 ff. nimmtHeinrich III an, Beissel (Hs. d. Kaisers Otto S. 28) und Lübke, Gesch. d.deutsch. Kunst S. 133, bezeichnen, wohl mit Recht Heinrich II. Nach Beissela. a. 0. zeigt der Codex eine starke Benutzung des Codex Egberti und desCodex Epternacensis.
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