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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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Entwicklung die Keichenauer Werke, besonders der Egbertcodex unddie Wandgemälde von St. Georg von aussen hineintraten. Den Grunddieser Beeinflussung können wir in späteren Werken nachweisen.

Selbstverständlich zweigten sich von dieser Centralschule verschiedeneFilialschulen ab, die Voege in Trier, Limburg a. d. H., Echternach,Bremen 1 ) lokalisierte. Verwandt ist die Schule von Minden 2 ), dochist letzterekein unmittelbarer Seitenschössling der ausgedehnteren KölnerSchule."Es muss genügen festzustellen, dass die Mindener Schulezu jener weitverzweigten Familie zu zählen ist, der eine ganze Reihedeutscher Klöster dieser Zeit angehört haben 3 )."

Auf Trier weist auf Grund des Kaiendars das Sacramentar inParis 4 ). In engstem Zusammenhange mit der Trierer Filialsehule stehtdie Echternacher Schule, für die Voege im Exkurs seines HauptwerkesMaterial zusammengetragen hat.

Für unsern Codex können wir in erster Linie den Einfluss einerKunstweise konstatieren, wie sie sich im Münchener Ms. Cim. 58 undim Aachener Ottonencodex documentiert, ferner finden sich Reminiscenzeuan Keichenauer Werken, welche durch die Annahme, dass der Codexunter Egbert oder nach seinem Tode in den letzten Jahren des endendenJahrtausends geschrieben wurde, selbstverständlich sind. Das Echternach-Evangeliar, das auf demselben Boden entstanden ist, sowie andere WerkeTrierer Kunst weisen verwandte Züge und technische Übereinstimmungenauf. Man kann wohl mit Sicherheit annehmen, dass die für Trierbestimmte Hs. auch da geschrieben und gemalt worden ist. Voege 0 )bezweifelt allerdings, dass ein textlich nach Trier weisender Codexnotwendigerweise auch da geschrieben sein müsse. Aber in unseremFalle darf man doch mit Recht Trier als das Lokal des scriptoriumbezeichnen. Seiner Schrift und Mal weise nach fällt der Codex in dieZeit des Erzbischofs Egbert (97793) [Kraus 6 ) setzt ihn als spät-karolingisch an, von Oechelhäuser 7 ) bezeichnet ihn als saec. X/XIJ.Egbert war ein grosser Freund und Liebhaber kostbarer Handschriften 8 ).

1 ) Voege S. 177 ff.

2 ) Voege Repert. f. Kunstwiss. XVI. S. 198 ff.

3 ) Voege a. a. 0. S. 213.

") Veege, Malerschule S. 143, 178.

5 ) a. a. 0. S. 178.

6 ) Repertor. f. Kunstwiss. X. 1887. S. 185/6.

7 ) a. a. 0. S. 25 Anm. 2.

6 ) Lamprecht, Bonner Jahrb. LXX. S. 57. Kraus,Einleitung, woselbst auch weitere Litteraturangaben.

Codex Egberti,