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Gereo und Eugenia wurden in den Rheinlandeu verehrt. DieAltarnachricht erwähnt Reliquien von Gereo in St. Maximin.
Die h. Eugenia wird im Brüsseler Martyrol. erwähnt (Boll.I?, 135). Nach Stadler (Heiligenlexikon II, 104) berichtet der h.Abitus von Vienne, „dass Eugenia im 5. Jahrh. sehr berühmt war,wofür auch der Umstand zeugt, dass ihr Name ehemals im Messkanonstand und in der alten gallicanischen Liturgie ihrer und nicht der h.Anastasia wie jetzt in der 2. Weihnachtsmesse gedacht wird." Auchin unserm Codex finden wir die h. Eugenia noch im Messkanon;m. E. beweist dies eine Einwirkung fränkischer Texte, die ja auch durchunsere Theorie des turonischeu Einflusses auf Trier nur unterstützt wird.
Das im Anfange des 11 Jahrh. auf fol. 68b eingetragene Gebetauf die Auffindung der Reliquien von Vitus, Cornelius, Ciprianus, Cri-santus und Barbara weist auf die Abtei München-Gladbach, wie untenauszuführen ist. Vitus, Cornelius und Crisantus erwähnt die Altarnach-richt von S, Maximin. Eine Schädeldecke des h. Cornelius besitzt nachMohr') der Trierer Dom; derselbe besitzt auch eine Reliquie der h. Barbara.
Vom 13. Novemb. 898 haben wir eine Nachricht 2 ), wonach KönigZuentibolt das neue Kloster des h. Chrisantus u. Daria im Ripuariergau(Münstereifel) besucht 3 ).
Die Benediktinerabtei München-Gladbach 4 ) (Diözese Köln) wurdeim Jahre 972 unter Erzbischof Gero von Cöln neu begründet und zwardurch Sandrad (disciplinis regularibus eruditum) aus St. Maximin beiTrier. Der Patron des Klosters war der h. Vitus.
Als man die Trümmer der ersten Gründung aufgrub, fand maneinen schon bei der ersten Gründung erwähnten hohlen Stein und unterdemselben die Reliquien der h. Märtyrer Vitus, Cornelius, Cyprianus,
! ) a. a. 0. S. 13, 218.
2 ) Görz, Mittelrh. R. I, S. 230. Reg. No. 802.
3 ) vgl. auch: J. H. Floss, Romreise des Abtes Markward von Prümu. d. Übertragung d. h. Chrysanthus v. Daria nach Münstereifel; Repertor.XI. S. 424. De "VVaal, Über eine Translation von Heiligen. Römische Quartal-schrift I. 1887. S. 161 ff.
*) Eckertz und Noever, Die Benediktinerabtei München-Gladbach. 1853.S. 10 ff. Lucas d'Achery Spicilegium tom. XII. S. 234. Neue Ausg. H,655—57. Binterim u. Mooren, Alte und neue Diözese Köln III, 14. BöhmerFontes rer. germ. III, 357. Ropertz, Quellen u. Beiträge zur Geschichte derBenediktinerabtei des big. Vitus zu München-Gladbach, ebenda 1877. Vgl.übrigens d. gesamte Litteratur bei Schweikert. Festschrift zur Einweihungdes neuen Gymnasialgebäudes zu M.-G. 1892.