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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
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Liber valoris.

Decania in Attendarne.

14. Attendarne, Attendorn. Die älteste Formdes Namens findet sich in der Stiftungsurkunde des Bene-dictinerklosters Grafschaft und lautet Attendarne. DieOrtsbezeichnung wird mit dem pagus Hatterun in Ver-bindung gebracht. Die Annahme ist aber immerhin eineunsichere, da eine unendliche Zahl ähnlich lautenderNamensbezeichnungen in den verschiedensten TheilenDeutschlands und der Schweiz vorkommen. Ohne zugebenzu können, dass Attendorn auf den pagus Hatterun zurück-zuführen ist, kann man doch sagen, dass beide Nameneine gleiche Wurzel haben. Erzbischof Anno gab beider Gründung von Grafschaft seinen Hof in Attendornad victum et vestitum monachorum. Der Hof muss sehrbedeutend gewesen sein, nicht nur weil er den NamenSchultenhof bewahrt hat, sondern auch durch den Umstand,dass der Abt sich vorbehielt, dort zweimal des Jahres mit6 Pferden Einkehr halten zu dürfen. Die Unmöglichkeit,den Namen Attendarne ethymologisch richtig deuten zukönnen, scheint für ein besonders hohes Alter der Stadtzu sprechen.

Am Rande unseres Manuscripts steht: dominus Colon-remisit ad preces domini Treverensis.

Dieser Erzbischof von Trier war wohl Cuno vonFalkenstein, dessen Bitte der kölnische Erzbischof Friedrichvon Saarwerden nicht unbeachtet lassen durfte. Cuno wurdeim Jahre 1368 zum Verweser der kölnischen Kirche unddes Erzstifts ernannt. Nach einer dreijährigen weisen undglücklichen Regierung legte er sie nieder, und empfahlseinen Vetter Friedrich zu seinem Nachfolger, dessen Wahlauch 1370 den 13. November vom Papste Urban V. bestätigtwurde. (Annal. Archiepiscop.).

Nach Gelenius (de adm. Col. p. 212) soll Anno IL diePfarrkirche in Attendorn zwischen 10561075 (zu Ehrendes h. Johannes) erbaut haben. Durch die Incorporationin die Abtei Grafschaft erlangte diese das Recht diePfarre zu besetzen. Nach Willmanns Addit. zum westphäl.Urkundenbuch verlieh der Abt Uffo 1176 den Pfarreinge-sessenen das Recht sich den Pfarrer selbst zu wählen undnur dem Kloster zur Einsetzung zu präsentiren. AlsGeistlicher wird in der Ukunde Gerhardus genannt. Mitder Befestigung der Stadt durch Erzbischof Engelbert1222 wurde das Abhängigkeitsverhältniss von Grafschaft

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