$fe£t* :...::.■ .i :,'•■'■■ i^H
•JISkSS
200
Liber valoris. — Decania Xantensis.
Phil. Col. arch . . . qualiter Adolfus Ressens. ecclesiaepraepositus, quandam curtim suam in Huppelo — tradiditad altare b. M. v. in Ressa . . Praeterea quidam Sigebodoministerialis St. Petri vendidit pro XXII marcis allodiumsuum quod habuit in Visla (Vischel), in Varnheim(Wahnheim), in Bruke, in Brucgendrege. (1167—1173).(L. U. I. 447.)
«HB
: : ; :
H
m
WMm
SslSl f «B
s v -.:'äs8(;-
■j
H
28. — Qualburg ist das Quadriburgum des AmmianusMarcellinus, eine der bedeutendsten römischen Stationen amNiederrhein und berühmt durch zahlreiche Funde aus derRömerzeit. Wie Dr. R. Schölten in seinen neuesten Unter-suchungen nachgewiesen hat, wurden hier vielfach kleineliturgische Tauben aufgefunden, die auf die Anwesenheitvon Christen unter den römischen Soldaten, vielleicht aufdie Anwesenheit eines Oratoriums in der constantinischenZeit schliessen lassen. Memoriensteine, die beim Abbruchder alten Kirche (Basilica) 1890 gefunden wurden (Hist.Ann. LIII. S. 105), lassen darauf schliessen, dass hierschon im 5. oder 6. Jahrhundert ein christliches Bethausbestanden haben muss. Ob die urälteste Kirche durchEinfälle der Normannen oder später zerstört ist, wissenwir nicht. Sicher ist nur, dass die jüngst abgebrocheneKirche aus dem 11. Jahrhundert datirt, wenngleich ihrefrüheste urkundliche Erwähnung durch Probst Cölestin ILam 28. December 1143 geschah, als er dem Kloster Bed-burg neben andern Besitzungen auch die eccl. in Qual-burch bestätigte. Die Kirche war dem Kloster durchBertha v. Cleve geschenkt, indessen wegen vieler sich andiese Schenkung anreihenden Rechtsfragen erfolgte diedefinitive Einverleibung erst am 26. Juni 1326 unter Zu-stimmung des Xantener Kapitels. (Bint. und Mooren Cod.dipl. III. 32.)
Mit dem Patronat über die Pfarrkirche in Qualburgwar wie Schölten nachwies, auch das Patronat über die'/•* Stunde weiter zu Hasselt gelegene St Stephanskapelleverbunden. Später fand sich das Patronat in den Händender Besitzer des Hauses Rosenthal, sei es, weil sie im Be-sitze des Qualberger Zehnten, mit dem das Patronat ver-bunden war, gewesen waren, sei es, dass von dort aus dieStiftung einer Vicarie zu Ehren der Gottesmutter Mariastattgefunden hatte.