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Liber valoris. — Decania Xantensis.
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In Niedermörmter hatten die Clever Grafen keinenbedeutenden Besitz; darum ist es fraglich, ob die Pfarr-kirche aus einer Hofkapelle hervorgegangen ist, wie esbei Hüswerden und Warbeyen der Fall war, da hier dieBesitzungen der Grafen von Cleve ungleich grössere Bedeu-tung hatten. Warbeyen ist jenes Werid, das König Lud-wig III. in der Urkunde von 877 (L. U. I. 71) vonder gewöhnlichen Gerichtsbarkeit zu Gunsten des StiftesKaiserswerth befreite. Es ist wahrscheinlich identisch mitjenem Werabetti, das im Testamente des Erzbischofs Bruno(995 bei Gelenius in pretiosa Hieroth. S. 69) vorkommt.Der Erzbischof schenkte an das von ihm gegründete St.Pantaleons-Kloster seine Praedia exceptis villis, quae eccle-siae (dem Erzstift) acquisivi Langalon juxta Rhenum,Warabitti, Heingelen, Lidron, Wishem, quam Mosa alluit.
Ehe Warbeyen an St. Pantaleon kam, finden wir dieAbtei Neucorvey im Besitz von Warbeyen und Huisberden.Nach den Heberegistern des Grafen von Cleve (Histor.Annal. Heft 28 und 29) ist es wahrscheinlich, dass dieAbtei dort den Grund zu einer kleinen Kirche legte,aus der später die Pfarrkirche hervorging. Sowohl hierwie in Warbeyen und Till hatten die Grafen von Clevedas Patronat.
Vermuthlich stand ihnen auch die Vogteischaft zuIm Jahre 1442 genehmigte der Abt von Corvey die Unionder Pfarrkirche von Hueswerden und ihrer Filiale War-beyen mit dem vom Grafen Adolph gestifteten OrdenshausSt. Antonii auf dem Hau.
24. — Kalkei'. — Die dortige Pfarrkirche verlorschon früh ihre Selbständigkeit, indem Erzbischof Walramsie am 18. März 1341 dem Stifte Cleve sammt dem grossenZehnten von Verkeile (Verkelt in der Pfarre Keppel) in-corporirte. Der dortige Zehnte war sehr bedeutend, dennnach den Rechnungen von 1448, 1463, 1466, brachte er136, 153 und 109 Malter Roggen ein.*) Die übrigen Ein-künfte verblieben dem Vicarius perpetuus Das Patronats-recht stand dem armiger Rumbliaen de Voyssem, als demBesitzer der Güter von Kerunchem (Kehrum) zu, von demes der Graf von Cleve durch Vertrag erwarb.
*) Dr. Schölten Cleve S. 162.
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