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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
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Nimwegen.

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chialem St. Stephani protomartyris in collegiatam et paro-chialem erigi, assignans decimas novales sub et infra imperiumNovioniag. ac infra Mosam et Walam, nee non et decimasminores . . . atque paroehiales ecclesias de Cuyck, Boe-nyngen et Ewich ad praesentationem ducis Gelriae spec-tantis . . . eidem ecclesiae incorporari . . . Acta in CastroNoviomagensi.

Nach Pontanus S. 540 soll der Franziskaner Brug-mann hier gewirkt haben. Aus der angezogenen Stelle gehtsolches nicht hervor, wohl kommt hier als Beichtvater undtestamentarius der Herzogin Fr. Adrian de Mera s. th.professor. ordinis praedic. vor. In den Nimweger Stadt-rechnungen findet sich, dass Brugmann im Jahre 1459daselbst predigte und jedesmalmet gelagen en wyn"beschenkt wurde. Aus Nijhoffs Urk.-Sammlung IV S. 426.

Im Jahre 1293 kamen die ersten Predigermönchenach Nymwegen, dewelken eene Kapelle werdt ingeruimdt,ter plaatse alwaar zy namaals de Prediker.-Breuren-Kerken Klooster getimmerd hebben.

Um 1336 wurde das Minoritenkloster gestiftet. Inder Kirche fand Catharina von Bayern, die Gemahlin desHerzogs Wilhelm von Geldern am 11. November 1400ihre letzte Ruhestätte, wie sie testamentarisch bestimmthatte.

Die Kapelle te Hatert wurde 1375 errichtet; 1449die Kirche und das Kloster auf dem Hessenberg; 1462wurde an der Stelle, wo die älteste Pfarrkirche gestandenhatte, wegen der zunehmenden Bevölkerung eine neueKapelle gebaut und ein Vicar dafür angestellt. Um 1465hatte die Stephanskirche 30 Altäre und ebenso viele Vicare.Die erste reformirte Predigt fand 1566 statt und am 27.Februar 1579 mussten auf Betreiben des Statthalters GrafJohann von Nassau die Katholiken den Reformirten ausserden Kirchen von St. Johann und St. Anton auch nochdas Predigerkloster und Wohnungen für die Prädicantenüberlassen.

Nimwegen mit dem dazu gehörenden Gebiet warein Fundus regius der fränkischen Könige und späterder deutschen Kaiser. Daher die Benennung Het Ryckvan Nimwegen, wie man auch sagte, das Reich von Aachen.In dem Palaste war eine Hofkapelle, capella imperatoris.Die Ruinen davon sind noch vorhanden. Nach Arend vanSchlichtenhorst S. 35 befand sie sich in dem Schlosse des

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