Die rheinfränkischen Decanate.
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durch das Vordringen der salischen Franken aus seinenältesten Sitzen verdrängt wurde, theils durch uns unbe-kannte Einwirkungen von der obern Ruhr herübergekommenwar und seine neuen Niederlassungen im Gebiete derGugerner an den Ufern der Niers eingenommen hatte.
Im weitern Sinne gehörte zu Attuarien auch noch derMühl-, der Duisburger- und der Düffelgau. Demnach fieldie Südgrenze des Attuariergebiets auf der linken Rhein-seite in die Gegend von Lank. Dort war auch die Grenzeder von den Franken besiegten Ubier. Dem Umfang desGebietes der attuari sehen Franken entsprechen die Deca-nate von Duisburg, Xanten, Süchteln und Straelen (Geldern).Diese vier Decanate hatten ihren kirchlichen Mittelpunktin dem Archidiaconalsitz von Xanten. Zu diesen vier ge-nannten Decanaten trat noch ein fünftes, Zyfflich, daswenngleich nach seiner geographischen Lage zur DüffelerMarke gehörend, sich zum grössten Theil über den GauBatua erstreckte und gleichfalls in Xanten seinen kirch-lichen Mittelpunkt hatte, wahrscheinlich weil dort einstensder Sitz eines Chorepiscopus war, zu dessen Sprengel diefünf eben erwähnten Decanate immer gehört hatten. ImOsten des Duisburger Gaues sind dem attuarischen Kerndes Volkes bereits boroctrische Elemente beigemischt, sodass sich von hier aus der Uebergang zu dem DecanatEssen vollzieht, einem Decanat, das eine ganz absonder-liche Stellung einnimmt, weil es im ethnographischen Sinnezum Boroctergau gehört, aber durch die Nachbarschaft desfränkischen Stammes und seine frühe Christianisirung einenhalbfränkischen Charakter angenommen hat.