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Liber valoris.
nos Decanum et Capitulum quitos diximus penitus ac solu-tus dantes ipsis Dnis sigillum ecclesiae nostrae ad causamin testimonium super eo. Actum anno Domini MilleCCCXL quarto crastino b. Nicolai episcopi.
Es ist begreiflich, dass der vorliegende Codex, wiewir oben schon beim Erzbischof Friedrich III. von Saar-verden sahen, schliesslich als ein willkommenes Registerbei der Erhebung dieser Abgaben dienen musste.
Dies beweisen verschiedene Randglossen von der Handdes Zehnthebers. Auf ein höheres Alter schlössen dieVerfasser nicht nur aus der Schrift, sondern auch aus demUmstände, dass er noch den Zehnten eines gewissen Edel-mannes Jordanus aufführt, den dieser bereits im Jahre1316 an das Stift Xanten verkauft hatte. Diese Vermu-thung sollte später glänzend gerechtfertigt werden, dennunter den das Dortmunder Archidiaconat betreffendenSchriftstücken, die früher in den Händen des PfarrersDr. theol. et phil. Jos. Mooren waren und sich heute imArchiv der Stadt Dortmund befinden, fanden sich von derHand des Canonicus Joh. Richartz, der bis zum Jahre1630 Kaplan und Secretär des Kölner Weihbischofs undDortmunder Archidiacons Otto Gereon war, zwei Verzeich-nisse des Dortmunder Landdecanats, welche mit der An-gabe des Liber Valoris, wenige fehlerhafte Lesarten abge-rechnet, genau übereinstimmen. Das eine Exemplar istmerkwürdig durch den Zusatz: „Joes Richartz ex antiquolibro inpergameno scripto extraxit. Hunc librum habebatadm. R. D. Joes Gelenius Vic. in spir. glis." Dieser Codexdes Gelenius auf Pergament geschrieben, konnte also nurzur Anfertigung des papierenen Codex, der den Ver-fassern vorlag und sich heute im Düsseldorfer Provincial-Archiv befindet, gedient haben.*) Dieser Codex bestehtaus sechs und zwanzig Polioblättern, die in einem perga-mentenen Umschlag eingeheftet sind.
Vermuthlich ist der Codex zwischen 1310 und 1316verfasst, denn Seibertz veröffentlichte viele Jahre späterim 2. Bande seines Urkundenbuches unter Nr. 535 eineUrkunde, wonach im Jahre 1310 das bis dahin bestandeneFräuleinstift in Meschede in eine Probstei mit Kanonikern
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*) Mooren war immer der Ansieht, dass sieh das Original nochauf dem Kölner Rathhaus in den „Farragines Gelenii" wiederfindenkönne.