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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
Entstehung
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Es war eine eigentümliche Verkettung der Unistände,welche grade in diesem Augenblicke den Papst für seinenSchützling eintreten Hess. Otto hatte die überraschendenErfolge, welche er um den Jahreswechsel errungen, sofortnach Eom gemeldet, 1 ) und unter dem vollen Eindruck der-selben erliess Innocenz, ohne zu ahnen, welch traurigen Aus-gang inzwischen die Sache genommen, am 1. März 1201 jenedenkwürdige Bulle, durch welche er Otto als König aner-kannte und allen Deutschen befahl, ihm hinfort allein könig-liche Ehre und unbedingten Gehorsam zu zollen. 2 ) DenFürsten insgesamt legte er seine Entscheidungsgründe ineinem ausführlichen Schreiben dar, 3 ) zugleich wurden aber andie einzelnen Bischöfe, Herzöge, Grafen und Barone nochbesondere Schreiben gerichtet und dabei auf ihre persönlichenStimmungen, Neigungen und Verhältnisse in kluger WeiseRücksicht genommen. 4 ) Bezeichnend ist der Brief an Erz-bischof Adolf:Freue Dich im Herrn Bruder und beweiseDeine Dankbarkeit gegen uns und die römische Kirche nichtbloss durch Worte, sondern auch durch Thaten, denn ganzDeinem und Deiner Kirche gesundem Urteile vertrauendhaben wir uns entschlossen, den anzuerkennen, welchen Ihranerkennt und den zu verwerfen, welchen Ihr verworfen habt.Darum stehe noch fester und treuer wie bisher zu DeinemKönige, fördere nach Kräften seinen Ruhm und seine Ehreund suche ihm immer mehr Anhänger zu gewinnen; fürwahrSchimpf und Schande wäre es, wenn jetzt noch jemand demsich zu widersetzen wagte, dem wir unsere Zustimmung-gegeben haben und demnächst die Kaiserkrone verleihenwerden." 5 )

Diese anerkennenden Worte verfehlten ihre Wirkungauf den Kölner nicht. Liess sich doch mit Sicherheit er-

i) s, Winkelmann I, 20S. 2.

2 ) Reg. de lieg. imp. no. 32.

3 ) Reg. de lieg. imp. no. 33.

4 ) Reg. de neg. imp. no. 35 45.

5 ) Reg. de neg. imp. no. 39.