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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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herbe Wort hören, er sei ein Feigling, der sich nicht ge-traue, die Bürde der Regierung auf sich zu nehmen; erst alsauch die Fürsten von Sachsen, Baiern, Oestreich, Kärnten undFranken sich zu seiner Anerkennung bereit erklärten, gab erdem Zureden des getreuen Bischofs Diethelm von Konstanznach und wurde von der Mehrzahl der deutschen Fürsten, anihrer Spitze Erzbischof Ludolf von Magdeburg und HerzogBernhard von Sachsen am 8. März 1198 in der ReichsstadtMühlhausen in Thüringen feierlich zum römischen Könige ge-wählt. 1 )

Die kölnische Partei hatte sich seit dem AndernacherTage fast gar nicht verstärkt; denn als sie um den1. März zur Königswahl zusammentrat, waren nur noch HerzogBerthold und Graf Albert von Dachsburg offen zu ihr über-gegangen. 2 ) König Richard gelüstete es nach den gemachtenErfahrungen nicht im geringsten, noch einmal den deutschenBoden zu betreten, doch erschien statt seiner eine glänzende,aus vier Bischöfen und ebensoviel Baronen bestehende und

sich überhaupt auf alle Weise, die Fürsten zur Nachgiebigkeit zu be-wegen wie Otto Sanbl. c. 4fi, Gesta Trevir. M. G. 24, 390 und vorallem Reg. de neg. imp. no. 136 bezeugen. Darnach ist Chron. Ursp.zu berichtigen, demzufolge Philipp schon zu Hagenau daran gedachthätte, das Reich für sich selbst zu erlangen, da er es seinem Nefifeu dochnicht würde erhalten können.

*) Reg. de neg. imp. no. 136. Das Bemühen Diethelms bei Conr.de Fab. 168; über Zeit und Ort der Wahl vgl. Winkelmann I, 500 ff.,nur ist dort die Vorversammlung vom 15. Febr. zu Nordhauseu zustreichen, zu deren Annahme Winkelmann durch eine falsche Lesartseiner Ausgabe der Hon. Aug. cont. Weing. veranlasst wurde. Spätermerkte er den Irrtum und berichtigte denselben IT, 526. Doch für Lotharv. Heinemauu, Heinrich von Braunschweig p. 63. 4 war Winkelmann eiuesolche Autorität, dass er ohne lauge zu prüfen, obwohl er die richtigeLesart vor sich hatte, denselben Fehler in seine Darstellung mit auf-nahm. Die Berichtigung hatte er offenbar übersehen. Nach der falschenLesart hatte der Tag zu Nordhauseu dominica quadragesimae = 15. Fe-bruar stattgefunden; nach der richtigen dominica raediae quadragesimae= 8 März fällt er mit dem Wahltage Philipps zusammen.

2) Ann. Col. Max. 806 Ann. Marb. 168. Otto Sanbl. c. 46.