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Darüber hinaus hat Vismarck — wie wir jetzt wissen — im Jahre1867 einen weiteren Bund mit den Südstaaten erstrebt, ja ein Bünd-nis mit Österreich. Seine elastische Führung der Verhandlungenkam doch nicht zu einem Ergebnis, alle Vorsicht, alle Klugheit hatnicht ausgereicht. Das Maximalprogramm, Eintritt aller Süd-deutschen, war trotz des Trängens von Vaden und einer gewissenGeneigtheit hessischer Kreise nie aussichtsreich. Wohl aber der weitereBund mit einem weiteren Vundesparlamente. Das Minimum, derZollverein, ward ermöglicht, weil er für alle ein Lebensbedürfnis war.
Kohenlohe und Varnbüler waren ziemlich einig, doch wollteHohenlohe bei den Ansichten seines Königs, der erst den dritten, aufdie Souveränität Bayerns abgestimmten Nunderlaß an die bay-rischen Gesandtschaften gebilligt hatte, nicht auf ein Parlament indem weiteren Bunde eingehen, und wünschte eine Allianz mit Öster-reich für Gesamtdeutschland. Das wurde am 20. März klar.
Die Frage, was aus Luxemburg und der ehemaligen noch immervon preußischen Truppen besetzten Vundesfestung werden sollte,war schon kritisch geworden. Sie war in vielen Kriegen der Angel-punkt für die Verbindung zwischen dem oberrheinischen und belgischenKriegsschauplatz gewesen. Vismarck verglich mit Necht die Lagedes in Personalunion mit dem Königreiche der Niederlande ver-bundenen Großherzogtums mit dem einstigen dänischen Bundes-besitze in Holstein und mit dem weit größeren Österreichs. Es reizteihn nicht, diesen Privatbesitz des Königs der Niederlande in denNorddeutschen Bund zu ziehen. Dieser legte auch keinen allzu großenWert auf die rein deutschen Lande. Napoleon aber hatte seinen Kursumgestellt. Da er am Nhein auf den energischsten Widerstand gestoßenwar, ging sein Sinnen darauf, Luxemburg und womöglich Belgienseinem Empire zuzufügen. Vismarck hatte am 19. August 1866 ausVenedettis Hand jenen Vertragsentwurf erhalten (S. 413), der dieZustimmung Preußens zu einer solchen Politik einschloß. Vismarck,der sich nicht mitschuldig machen wollte, schob eine Stellungnahmehinaus, sein König war ebenfalls entschlossen gegen eine Allianz mitFrankreich unter solchen Bedingungen. Nunmehr wandte Napoleonseinen Blick nach Österreich und konzentrierte sich auf die Luxem-burger Frage. Die Politik, Belgien zu erwerben und ein Bündnis
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