Zollvereins mit dem IHsimu Vsto der Einzelstaaten, das Bayernwenigstens für sich zu retten versucht hatte, trat ein Zollbundesratmit Majoritätsbeschlüssen. In gewissen Fällen hatte das preußischePräsidium ein IHsrum Vsto. Daneben wurde ein Zollparlamentgestellt, das durch Hinzufügung einer entsprechenden Zahl süddeut-scher Abgeordneten zu dem Norddeutschen Neichstage gebildet wurde.Es war für den Anteil an der Gesetzgebung über das Zollwesen undgemeinschaftliche indirekte Steuern (Salz, Zucker, Tabak) zuständig.Die Aufgabe, die Ausgaben des Zollverbandes zu bewilligen, standdem Zollparlamente nicht zu. Er tagte von 1868 bis 1870 in Berlin.
Diese Organisation war die Mindesterweiterung, die Vismarckfür den Norddeutschen Bund im Süden erstrebte. Schon sie standunter dem Einflüsse des Wechselganges seiner Bestrebungen, die Eini-gung Deutschlands fortzusetzen. Aber sie haben erst Veröffent-lichungen der letzten Jahre Licht verbreitet.
Eine so tiefe Erschütterung, wie sie der Krieg den Südstaaten ge-bracht hatte, konnte in ihnen, wenn sich auch viele zu Preußen stellten,doch nach dem Abklingen der Betäubung nur die widerstrebendenpartikularistischen Volkskreise stärken. Die Demokraten haßtenVismarck als Innenpolitiker und den Mann von Eisen und Blut,sie wünschten eine Miliz nach schweizerischem Vorbilde. Die Katho-liken wollten im deutschen Volke nicht noch weiter zurückgedrängtwerden. Selbst in liberalen Kreisen fand Preußen noch weithin Tadel.
In den geheimen Verhandlungen, die nun zwischen den Südstaatenund zwischen ihnen und Preußen begannen, waren vier Minister undein Fürst die leitenden Personen. Dieser, der Großherzog Friedrichvon Vaden, wäre am liebsten sofort, trotz der räumlichen Trennung,dem sich bildenden Norddeutschen Bunde beigetreten. Aber Vismarckmußte da bremsen, denn es kam ihm vor allen auf den am schwerstenzu gewinnenden und zugleich mächtigsten Körper an, auf Vayern.
Viel verheißend war es, daß dort Fürst Chlodwig von Hohenloheam letzten Tage des Kriegsjahres den Träger der Triasidee alsMinisterpräsident ablöste. Aber dieser liberale und Preußen aner-kennende Fürst hatte widerstrebende Minister neben sich, und in denKammern hatten großdeutsche Neichsräte und partikularistische Abge-ordnete die Mehrheit. Sein König, der schon damals schwer zugäng-
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