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Die liberale Eiderdiinische ilnionspartei gewann im allgemeinenin Kopenhagen die Führung, die Ministerien und das Ohr derKönige. Die Schleswiger hielten an der Verbindung mit demrein deutschen Kolstein fest und kämpften wider die Danisierung.Die Kolsteiner in besserer Lage hielten ebenso am Angeteilt fest.Drei Sätze faßten schon 1844 die schleswig-holsteinsche Auffassungzusammen. Die Herzogtümer sind selbständige Staaten. In ihnenherrscht der Mannesstamm. Schleswig und Kolstein sind eng ver-bundene Staaten. In Deutschland wuchs mit dem Erstarken desnationalen Gedankens der Anteil an dem Geschicke der beiden Herzog-tümer. Für Osterreich waren sie sehr entlegen, aber es mußte, wennes im deutschen Volke und im Bunde die Führung behaupten wollte,sich für das Necht der Herzogtümer einsetzen. Wie viel mehr Preu-ßen! Ein weitblickender preußischer Staatsmann konnte schließlichzu der Auffassung gelangen, daß es eine Aufgabe Preußens seinkönne, den südlichen Teil der jütischen Halbinsel mit den Häfen ander Nord- und Ostsee zu gewinnen. Voten sich dann nicht großewirtschaftliche und politische Möglichkeiten? Schon ward dererst 1887 begonnene Vau des Nordostseekanals erörtert, das istdie nautische Umgehung des Sundes und die dann den preußischenKriegsschiffen gegebene freie Verbindung zwischen der Nordseeund der Ostsee. Es war das Mittel, die deutsche Meereslage erheblichzu verbessern, die Küste der Nordsee und der Ostsee von der über-kommenen Seegewalt anderer Mächte zu befreien. Der Vesitz desSundes hatte Dänemark eine Gewalt zwischen zwei Meeren gegeben,wie sie England in Gibraltar besaß. England war der nächste undmächtigste Seeinteressent. Die Angelegenheit berührte auch die demdänischen Königshause verwandten Herrscher in London und St.Petersburg. Der Verlauf dieser langen Krisis zeigt einen raschenSzenenwechsel, eine Fülle von handelnden Personen, drastischeSzenen wie ein Drama Shakespeares.
Der „offene Vrief", den König Christian VIII. 1846 erließ,gab den Auftakt. Er verkündete darin die Festlegung der weiblichenErbfolge für die Gesamtmonarchie, er hoffe, durch weitere Be-mühungen die Anerkennung der Integrität des Gesamtsiaates zu-wege zu bringen. Das gelang nicht; denn die erbberechtigten Glieder
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