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gegen hatte der immer stärker anschwellende Dienstadel mehr Gefühlfür die Sorgen der kleinen Leute. Der Kaiser Franz glaubte durchPolizei und Zensur dies starre, im Grunde absolutistische Regimentaufrechterhalten zu können, ihm sollte seine Monarchie ein Ver-waltungs- und Obrigkeitsstaat bleiben. Dem bequemte sich Metter-nich in seiner steigenden Furcht vor der Revolution an. Ihr schrieber immer mehr alles Äble zu. Naturrecht, Freiheit und Gleichheit,Volkssouveränität und Konstitutionalismus waren für ihn üble Kräftegeworden. Er blickte nie vom Volke zum Staate empor, sondernstets von oben nach unten. Die Staaten waren ihm Nealitäten,die Völker gefährliche Schemen. Er war ein ausgesprochener Mon-archist, denn er schätzte die Stetigkeit, die Autorität und die ge-schichtliche Überlieferung jeder Monarchie und besonders der Habs-burgischen. Er war der Meinung, der Staat muffe seine Reformenmachen, wenn er nicht gedrängt werde, in solchem Falle aber bremsen.
In der Zentrale war er für erhebliche Reformen und besserteauch vieles, doch oft verwarf der Kaiser seine Vorschläge oder de-naturierte sie, wenn sie ins Werk gesetzt wurden. Das Wesen dieserVerwaltung ist geistvoll charakterisiert worden: „Ein Kompromißdes Charakters des Kaisers und des Esprits Metternichs." Für dieZentralleitung der Geschäfte wollte er einen Ministerkonseil undFachministerien. Daneben nach dem Vorbilde Napoleons einenStaatsrat, dem keinerlei Exekutive zustehen, der unter dem Vor-sitze des Kaisers ihm ein Gewiffensrat und zugleich ein Hüter desGesetzes sein sollte. Der Staatsrat griff aber über seinen Vereich, undder Kaiser verfiel wieder in Kabinettsregierung.
Den Plan, einen Neichsrat aus den Delegierten der ständischenKörper der Kronländer und auch aus Vertrauensmännern zu bilden,der ohne ein Recht auf Initiative nur die für alle Länder geltendenGesetzesvorlagen und das Budget prüfen sollte, ließ der Kaiser un-beachtet.
Metternich ist also nicht für alles verantwortlich, was unter KaiserFranz geschah, und erst recht nicht für die Zeit des eigentlichregierungsunfähigen Kaisers Ferdinand. Er konnte den WiderstandKolowrats und der Gegner am Hofe nicht überwinden. So triebdas absolutistische Osterreich in die Revolution von 1848.
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