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eingerichtet. Galizien verblieb, etwas vergrößert, Österreich. Aus derpolnischen Krönungsstadt Krakau, das auch von Österreich begehrtwurde, wurde ein Freistaat unter Garantie der Mächte gemacht.Achtzig Prozent des einst polnischen Bodens, bald als „Kongreß-polen" bezeichnet, wurden als „Königreich" dem Zaren zugesprochen.Die vierte Teilung Polens war erfolgt.
Ger preußische Plan, den Wettiner an den Nhein 3« versetzen,stieß auf den Widerstand Englands und Frankreichs, aus entgegen-gesetzten Beweggründen. England wollte die Nheinfianke, die sichan die Niederlande anschloß, nicht in den Händen eines schwachenStaates sehen, eines vielleicht auch in Zukunft unzuverlässigen, son-dern in den Händen der Militärmacht Preußen. Talleyrand abererwog, daß vielleicht in naher Zukunft Frankreich wieder das ganzelinke Nheinufer erstreben werde, dann wäre es vor den Zwang ge-stellt, den getreuesten der Nheinbundfürsten berauben zu müssen,leichter werde das Land dem alten Feinde Preußen abzunehmensein. Die Lösung fand sich durch zwei Handlungen. Vom König-reiche Sachsen wurden die nördlichen menschenärmeren Teile anPreußen gegeben, als Ersatz für das heiß umstrittene Leipzig gabder Zar die Festung Thorn. Dafür — also in letzter Linie ebenfallsfür aufgegebene polnische Lande — erhielt Preußen das Rheinlandnördlich von Vingerbrück—Saarbrücken.
Napoleon hat einmal Straßburg, Mainz und Wesel als die dreieinzigen wichtigen Punkte am Nhein bezeichnet. Wesel war preu-ßisch, Straßburg französisch. Mainz, die Festung, die den Haupt-eingang zum Zentralgebiet Teutschlands sperrt, hätte am besteneiner starken und nahen Macht anvertraut werden sollen. Der inItalien aufgewachsene Kaiser Franz hatte für Italien und Galizienoptiert, den Nhein abgelehnt. Wohl nahmen die englischen Staats-männer den alten Gedanken Pitts auf, aber nicht mit Energie. Dieeine Hälfte davon wurde ausgeführt. Die um Belgien vergrößertenNiederlande wurden unter dem Oranier ein Königreich, das wiedereine Englands Flanke deckende Barriere gegen Frankreich bildensollte. Aber werden die Oranier sich eine starke Armee schaffen undwerden sie nicht argwöhnisch gegenüber Preußen sein? Wenn nichtheute, so später? Mit dem festen Luxemburg endete diese Barriere.