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am 22. Januar von Berlin nach Vreslau begab, kam er zu denPatrioten und zu den Nüssen. Am 3. Februar erfolgte unter demEinflüsse des großen Waffenschmiedes Scharnhorst der Aufruf zurBildung freiwilliger Iägerdetachements, die, wie vor allem dasLützowsche, die NichtPreußen aufnehmen sollten, am 9. wurden fürdiesen Krieg alle Befreiungen von der persönlichen Kriegsdienst-Pflicht aufgehoben und damit zunächst auf Zeit die allgemeine Wehr-pflicht eingeführt. In der Stunde höchster Not entstanden, hat diesesPrinzip seinen Siegeszug durch Europa angetreten.
Die Vündnisverhandlungen zwischen Preußen und Nußlandstießen wegen der Aufteilung des Herzogtums Warschau auf großeSchwierigkeiten. Es war der Freiherr vom Stein, der den totenPunkt überwand. Aber die Zusicherung einer Verbindung zwi-schen Ostpreußen und Schlesien war reichlich unklar. Diesem Ver-trage von Kalisch (vom 28. Februar) folgte am 16. März die Kriegs-erklärung. Am folgenden Tage wurde der „Aufruf an mein Volk"in Vreslau angeschlagen, der König und Volk miteinander innigverband. Das geistvolle Wort weckte eine Anzahl von Schriften undGedichten, die den Gedanken der Volkserhebung gegen den Welt-eroberer bis in die Hütten trugen. Arndt, Körner und Schenkendorffstellten zum ersten Male in Teutschland eine Kriegsliteratur auf, dieauch später nie und nirgends wieder erreicht wurde. Eine Landwehrwurde gebildet und ein Landsturm aufgeboten. Frauen gaben Goldfür Eisen. Preußen erwarb für immer den Nuhm, die moralischeFührung in diesem Befreiungskriege getragen zu haben.
70. Der große Befreiungskrieg 181Z/14
Überblick über den Verlauf der Kämpfe. Die Politik derMächte. Anschluß Österreichs. Der von Nheinbundstaaten.Provisorische Verwaltung der übrigen Gebiete. Abdankung
Napoleons
Der große Befreiungskrieg führte mit Siegen und Niederlagendie Heere der Verbündeten von Weichsel und Oder bis auf denMontmartre. Ich habe nicht die Aufgabe, den Gang der Operationeneingehend zu schildern. Für dieses Buch ist das Wesentliche darzu-
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