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Noch eben zuvor hatte ein schwacher Neichspatriotismus, wieder des gelehrten Juristen Moser, wohl eine Verstärkung der kaiser-lichen Rechte und des Gemeinsinnes der Neichsstände bescheidentlichgefordert, aber es gab auch damals kein machtvolles Programm,denn es hatte jeder Neichssiand ein Interesse daran, seinen altenPrivilegienstand genauestens aufrechtzuerhalten. Es gab noch keinenpolitischen Willen der Nation, die sich kulturell eben durch dieblühende Literatur stärker zusammenschloß. Der Einfluß der Ideen,die die Französische Nevolution aufgestellt hatte, war mit demBeginne der französischen Eroberungen und vollends mit demKaisertum Napoleons verschwunden. Der übersteigerte Tradition«-lismus trieb mit der Säkularisation und der Mediatisierung in eineNevolution, eine Nevolution geführt von Fürsten, die VonapartesGunst gewannen. Nach dieser war ein Neichsprogramm, das dasVolk hätte bewegen können, erst recht unmöglich. Die neuen Unter-tanen mochten daheim murren, sie mußten dem neuen HerrnSteuern zahlen und Napoleon ihre Söhne schicken, damit er mitihnen fremde Nationen Frankreich unterjoche. Der Neichspatriotis-mus war eine sanfte Gemütsstimmung am Herde von Vürgern undVauern geworden und ein stiller Geselle der auf schwache Pensionenabgestellten ehemaligen Prälaten, kraftlos auch bei den mediatisiertenFürsten und dem Adel. Man mußte sich in das eiserne Systemfügen, durch das Napoleon ein Drittel Deutschlands an sich gefesselthatte, dem sich anzuschließen auch die beiden Großmächte gezwungenwurden.
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