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Fortan waren die weltlichen Fürsten, ohne ernsten Widerstandzu finden, die Träger des Reiches. Ihm war der Tod nicht mehr fern.
Das linke Nheinufer war rechtlich vom Reiche abgelöst und anFrankreich gefallen. Es hatte von Ende 1794 an zunächst unter einerprovisorischen Verwaltung gestanden. Die französischen Generale undRepräsentanten wechselten das System, alle belasteten die Landeschwer, öfter glich ihre Verwaltung einer Paschawirtschaft. Gerlauterere General Koche setzte, der Mißwirtschaft abhold, die altenvor 1794 tätigen Behörden unter einer französischen Mittelkom-Mission wieder ein. Das, wie die Kunde von dem Abkommen vonLeoben, stärkte die Hoffnungen der am Neiche Hängenden, umge-kehrt riefen rheinische Revolutionäre eine „zisrhenanische" Republik,eine Tochter der französischen, aus. Idealisten, die an die Prinzipiender Revolution glaubten. Ehrgeizige, auch üble Gesellen fanden sichzusammen. Diese Minderheit bekam durch die französische Deckungdie Obergewalt. Hoche erhielt dann von Paris den Befehl, dasProjekt einer Tochterrepublik durch die förmliche Angliederung zuersetzen. Er starb zwar, ehe er das erreicht, aber die „Separatisten"gingen nun ins französische Lager über, bald wurde die französischeVerwaltungsorganisation auf das ganze linke Nheinufer ausge-dehnt. Der junge Görres erkannte in Paris unter der GewaltVonapartes den Irrtum, dem er sich hingegeben hatte.
62. Folgen der Umgestaltung der Reichsverfassung
Für die katholische Kirche und den Katholizismus, für dieAuffassung des Kaisertums. Annahme des österreichischen
Kaisertitels
Der Neichsdeputationshauptschluß hatte nach drei Seiten sehrtiefgreifende Folgen: für die Verselbständigung der weltlichen Fürsten,für die deutsche katholische Kirche und für das Kaisertum. Durch dieGebietsveränderungen waren die alten kirchlichen Verbände in An-ordnung geraten. Das sollte durch ein neues Neichskonkordat aus-geglichen werden. Dalberg, der neue „Primas", wurde als solchervom Papste nicht anerkannt, auch sein Entwurf eines Neichskonkor-dates entsprach nicht den Anschauungen der Kurie. Vis 1933 blieb
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