war der von Mainz, der Schlüssel von Mitteldeutschland. Spätertrat auch Mannheim in die Schutzlinie ein.
So oft und so lange Lothringen in französischer Hand lag, war dieoberrheinische Tiefebene völlig einem französischen Angriffe ausge-setzt. Dem Zugriffe eines absolutistischen Einheitsstaates konnte daszersplitterte Land zunächst im Felde überhaupt fast keine Streitkräfteentgegenstellen. Die kaiserlichen mußten von Passau kommen und dieder armierten Stände am unteren Maine sich sammeln, bestenfallsam unteren Neckar. Der wegsame Kraichgau lag ohne den Schutzvon Philippsburg den Franzosen offen. Der Schwarzwald war dieerste starke Hemmung für einen französischen Angriff.
Wie die Schweiz, eine rein defensive Macht, so lösten sich an denMündungen von Nhein und Maas die Generalstaaten vom Neicheab. Von dieser reichen, an Kriege gewöhnten, bisher zu einer aktivenPolitik gezwungenen Macht stand es noch keineswegs fest, ob sie sichje von der gegen die einstigen spanischen Herren gerichteten, Politikdauernd freimachen werde. Soeben hatte sie unter Vruch des fran-zösischen Bündnisses mit Spanien einen günstigen Frieden abge-schlossen. Es kam bald die Zeit, da Solland durch Ludwig XIV. zueiner dauernden antifranzösischen Politik gezwungen wurde.
Belgien verblieb, nachdem der Pyrenäenfrieden 1659 den Kriegzwischen Frankreich und Spanien beendet hatte, nicht unerheblichverkleinert der Krone Spanien. Belgien ward, wie Pirenne einmalgesagt hat, „zu einem Körper ohne Seele, zu einem Veratungsstoffebei Verträgen, zu einer Barriere, zu einem Schlachtfelde". An dieserBarriere haftete das gemeinsame Interesse der beiden HabsburgischenKöfe, bald auch das der Generalstaaten, und auch England kehrte zudem alten Interesse für dieses Land, das sein Brückenkopf diesseitsdes Kanales war, zurück. Die geldkräftigsten Staaten jener Zeitwerteten diese belgische Kriegsfront sehr hoch. So kommt es zu demschon früher besprochenen unterschiede: für das belgische Kriegs-theater fehlte es selten an Truppen und Geld, für das oberrheinischeaber fast stets.
Im Westen war an Deutschlands Schicksalsstrome, dem Nheine,Oberlauf und Mündung vom Neiche losgelöst, an der schwächstenStelle des Mittellaufes hatte Frankreich Anteil gewonnen. Neiche,
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