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Weihe. Einige der tätigsten Fürsten unter den Protestanten hattenlängst in Frankreich eine Stütze gesucht, und Frankreich bot sich an.Es war eine sonderbare Kombination, die sich aus dem Gegensatzzwischen Habsburg und Valois ergab. Der absolutistische allerchrist-lichste König von Frankreich, der in seinem Neiche die Ketzer der.-brennen ließ, sollte den Neichsfürsten ihre Libertät und den Prote-stanten ihren Glauben sichern. Auch Bayern suchte wiederholt dortseinen Bundesgenossen. Das Glück Karls V. war es, daß er imSchmalkaldener Kriege (1546/47) nicht alle Konfessionsgegner gegensich hatte und die Hilfe des Auslandes ihnen zu spät kam. Völligwirksam wurde das Bündnis Frankreichs mit einigen deutschen Für-sten von 1552. Heinrich II. verkündete in einem I^ibsrt«,» sich nennen-den Sendschreiben, die Freiheit der deutschen Nation und des HeiligenNeiches fördern zu wollen. Die Fürstenverschwörung hatte ihm diedrei wichtigsten Grenzplätze Metz, Toul und Verdun preisgegeben,und der König gewann leicht diese Städte. Ein großes Loch wardamit in die Westmauer des Neiches geschlagen. Der Kaiser konnteMetz, das er belagerte, nicht wieder gewinnen.
In der Zeit nach dem Neligionsfrieden dehnte sich die neue Lehrenoch weiter aus, bis seit dem Ponüsikate Gregors XIII. (1572—1585)die Gegenreformation durch die eingerichteten Nuntiaturen wesentlichgefördert wurde. In Bayern, in Vorder- und Innerösterreich dräng-ten die Landesherren fast völlig oder doch sehr weit die Protestantenzurück, ebenso geschah es in vielen Bistümern. Auf der anderen Seitetrat Kurpfalz zum Kalvinismus über und begann eine energische,unruhevolle Politik zu führen. Pfalzgraf Ioh. Kasimir führte 1567ein Heer den Hugenotten zu Hilfe.Wenn sich Katholiken mit Spanienverbanden, so taten sie es wenigstens mit einem Neichsstande. DenKalvinisten boten sich die stärksten Anreize in den innerfranzösischenNeligionskriegen und in dem Aufstande der Niederländer gegenSpanien. Einen das Neich mehr beachtenden Standpunkt nahm Kur-sachsen als Führer der Lutheraner ein. Hier wie in Kurbrandenburgwollte man meist nicht zu dem Kaiser in tiefen Gegensatz treten.Lutherische und kalvinische Fürsten fanden sich erst 1608 zu der„Union" zusammen, deren Leitung Kurpfalz zugewiesen wurde. Kur-sachsen und seine Anhänger blieben ihr fern. Als Gegenbund entstand
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