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Der deutsche Staat : Verfassung, Macht u. Grenzen 919 - 1914
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Gebiete zu einem Landtage vereinte, auf dem auch die Herzoge dereinzelnen Fürstentümer Platz nahmen. Aber der Gesamtverwaltungstand ein Landeshauptmann, einOberherzog". Ängstlich vermiedendie Echtester es, unter den Einfluß der böhmischen Stände zu kommen.Schlesien war ein autonomes Glied der Wenzelskrone. Die Ge-schichte dieses Landes wird durch das Streben nach Autonomiecharakterisiert. Es zeigte sich gegenüber den Kronen von Polen,Böhmen und Angarn. Schlesien sollte auch für die deutsche Ge-schichte ein Schicksalland werden.

Die rechtlichen Verhältnisse des Deutschordenslandes Preußensind noch heute in etwa umstritten. Der Herzog Konrad von Ma-sowien, ein Piast, schenkte, da er allein die heidnischen Preußen nichtchristianisieren und unterwerfen konnte, dem deutschen Nitterordenals Operationsbasis das Kulmer Land.

Da Kaiser Friedrich II. noch an der Oberhoheit des deutschenNeiches über Polen festhielt, mochte er auch das Kulmer Land alseine Pertinenz des Reiches ansehen. Doch damit den jeweiligenKochmeister zu belehnen ging nicht an, da die Neichslehenfähigkeitaußer den Laien nur den zum deutschen Fürstenstande gehörigenNeichsbischöfen und Neichsäbten zustand, nicht aber dem Haupteeines Ritterordens. Es mag auch eingewirkt haben, daß der deutscheNitterorden seiner ursprünglichen Aufgabe getreu noch Besitzungenim Heiligen Lande behauptete. Für das noch unabhängige heidnischePreußenland selbst, das der Ritterorden in Jahrzehnte dauerndenKämpfen unterwarf, galt die alte Auffassung, daß heidnisches Landherrenloses Gebiet sei. Wenn dann Kaiser Friedrich II. dem Ordendas Kulmer Land und die erhofften preußischen Eroberungen be-stätigte, wollte er, ohne daraus ein Neichslehen zu machen, dochdie Zugehörigkeit beider Gebiete zum Neiche, nicht etwa nur zumImperium ausdrücken. Das Verhältnis wurde noch dadurch ver-wickelt, daß Papst Gregor IX. 1234 das Land unter seine Lehens'Hoheit nahm. Vielleicht darf ich auf das Bistum Vamberg und diepäpstlichen Neichsklöster hinweisen. Es wurde ein Schwebezustanderreicht. Die päpstliche Konkurrenz konnte aus der Ferne nicht aus-reichend in den Kampf, der hier kaum länger unterbrochen war, ein-greifen. Wenn das auch dem deutschen Neiche bei dem Niedergange

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