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Der deutsche Staat : Verfassung, Macht u. Grenzen 919 - 1914
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stärker von Barbarossa ab zum Dienste auf dem deutschen Neichs-und Hausgute herangezogen wie auch in Italien. Auf sie, die absetz-bar waren, also als Beamte gelten dürfen, war in den schwerstenTagen und in den übelsten Lagen zu zählen. Freilich mußte jedeTovvelwahl, wie die von 1198, sie in schwere Konflikte bringen. Siehüteten des Reiches Nechte, Burgen, selbst die Kroninsignien. Diegrößte Stellung ward ihnen zuteil, als sie nebst einigen kleinen schwä-bischen Freiherren den jungen Sohn Friedrichs II., König Heinrich(VII.), zu beraten hatten. Sie hielten zur alten Praxis, während derVater den geistlichen und weltlichen Fürsten Deutschlands die könig-lichen Nechte dahingab. Seit dem Interregnum sind diese glorreichenGeschlechter Schwabens, der Nheinvfalz und des Maingebietes nichtmehr die Stützen des Königtums; denn ihre Treue war die gegenübereiner Dynastie gewesen. Ihre große Zeit war abgelaufen.

Einzelne der Geschlechter erwarben früh einen großen Wohlstand,wie das Verzeichnis der Nechte der von Volanden beweist. Nachdem Interregnum erscheinen nur wenige im Neichsdienste. Die Wahl-könige bevorzugten Personen, die aus ihren Erblanden stammten.Schon bald erscheinen auch Neichsdienstmannen neben den Hoch-adligen als Territorialherren (bis 1918 die Fürsten von Neuß). Derneue, niedere Adel begann auch den Zugang zu den meisten Bischof-stuhlen zu gewinnen, Straßburg und Köln verharrten beim altenGrundsatze, nur Hochadlige zu wählen. Köln hatte daneben Priester-kanoniker.

Der König beriet sehr oft wichtigere Fragen mit Fürsten. Ihr Ein-fluß gab oft den Ausschlag. Es kam auf den Charakter der Könige an.Ein starker Wille wird sich schließlich durchsetzen, ein schwacher sichfremdem Nate beugen.

Dem Könige stehen zu wenige Organe zur Verfügung, im Zen-trum und erst recht fern vom Hofe. Bei einem Minimum von Be-hörden müssen die Könige selbst dem Staatswesen Geist und Krafteinhauchen, auf ihre Persönlichkeit kommt es an, auf ihre geistigeFähigkeit und ihre Willenskraft, auf ihre Führerqualitäten.

Der königliche Hof vergrößerte sich bei den Landeshoftagen undden einen weiteren Kreis versammelnden Reichstagen, wofür dieserAusdruck aber noch nicht gebräuchlich war. Die Geladenen mußten zu

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