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romanischen Grundbevölkerung bald völlig zurückgedrängt wurde.So kam zu dem harten Gegensatze des Blutes noch der sich heftigbefehdender Glaubensbekenntnisse. Erst spät beseitigten einige derNeiche den Konfessionsstreit, indem sie die katholische Lehre an-nahmen. Nur einer, der erfolgreichste, aber auch skrupelloseste derGermanenkönige, der Franke Chlodovech, hatte im katholischenGallien sich sofort dem Glauben der dortigen Nömer angeschlossen.Aus dem Taufbecken nahm er die Kraft mit, nicht nur seine Unter-tanen verschiedenen Stammes miteinander zu verbinden, sondern auchdarüber hinaus die Augen der römisch-katholischen Elemente aufsich zu ziehen, was langsam zur Geltung kam. Dem neuen schnellwachsenden Staate war die konfessionelle Einheit gegeben. Die Ger-manen ergriffen das Christentum verhältnismäßig schnell, zunächstvielfach nur äußerlich, und bald auch all das Kulturgut, das dieNomanen aus der christlich gewordenen Antike gerettet hatten.Nicht nur die Vibel in der lateinischen Übersetzung des heiligenHieronymus, die Schriften der Kirchenväter und ihre Theologiewurden überliefert, sondern auch ein guter Teil der Lateiner derklassischen, der heidnischen Zeit und ihres Verfalles. Von den Ahn«Herren der Geistesbildung, den Griechen, überkamen nur wenige demfrühen abendländischen Mittelalter. Aber auch so war es ein Schatz,der einen Ausstieg der Kultur ermöglichte. Gewiß brauchte es Zeit,daß die christliche Lehre die wilden Herzen der Franken und deranderen deutschen Stämme bändigte. Die Taufe Chlodovechs führtezu dem Glauben der Franken an eine christliche Mission, an die Ver-pflichtung ihrer Könige zum Schutze der Kirche, zur Bekehrung derHeiden im eigenen Staate wie in der Nachbarschaft. Die christlicheNeligion ward zu einer Zwangsreligion des Staates. Die Judenmachten eine Ausnahme von diesem Neligionsbanne. Als Volks-fremde geduldet, hatten sie keine politischen Nechte. Die Kirchebediente sich der lateinischen Sprache, sie wurde auch die des fränki-schen Staates. Auch sie ward ein einigendes Band. Die entwickelterewirtschaftliche Kultur ward auch den Germanen zuteil. Es gab keinezu tiefe Zäsur in der Kultur.
In der Theorie war von Chlodovech bis zum Anfang des 10. Jahr-hunderts der Staat eine Einheit, fast ein Eigentum des Königs, in
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