Häuptursach.Einen helfer / nicht auf hülfliche weise? Einen aufgelöseten / nicht geaufgelöseter weise? Das wir gleicher gestalt sagen könten / Er hatgelitten / nicht leidlicher weise? Vnd disem folget auch Theodoret.da er auch wider dieselben letzer disputiret / die vorgegeben: ChristusD:al. 3hette auch nach seiner Göttlichen natur gelitten/ aber nicht so auf eicep. 14.ne weise / wie man sonst zuleiden pfleget / impatibiliter ipsum pas-sum esse dicimus, sagt der ketzer. Darauf spricht der Orthodo-rus: Quis sanâ mente praeditus feret has deridendas verbo-rum praestigias? Nemo enim unquam audivit, aut impatibi-lem passionem aut mortem immortalem &c. Das ist: Wel-cher ist / der ein gesundes vnnd vnuerrücktes gemäth hat / der solellecherlich Gai ckelwerck der wörter leiden kan? Dann niemand hatjemals gehort ein vnleidlich leiden / vnd einen vnsterblichen todt rc. ccSihe leser / also haben die alten Lehrer dergleichen reden emp-fangen / vnd die ketzer an ihrer kauderwelschen sprache kennen ler-nen / so euch dardurch ihres vngrunds erwiesen. Vnnd fragen wiralhier abermals einen jeden auf sein Christlich gewissen: ErstlichOb Athanasius vnd Theode reus auch mit gutem grunde den Ket-zeren dises hetten vorwerffen / vnd ihre verkehrte reden tadeln können / wan sie vnd die Christliche kirche / so domals gewesen / also ge-lehret hette / wie heutiges tages gelehret wird / daß der leib Christiim brot sey leiblich / aber nicht auf leibliche weise? Daß er mit denleiblichen munde gessen werde / aber nicht auf leibliche weise? Dansie hetten sich je mit ihren eigenen worten geschlagen / vnd jhre eige-ne schar de geredet / in dem sie eben dergleichen verworne / vnd ihnen selbst zur ieder lauffende reden gebraucht / Essen aber nicht essender weise / wündlich aber nicht mündlicher weise. Wir fragen füreander / einen jeden auf sein gewissen / ob nicht Athanasius mit oban-gezogenen worten eben so hart wiederspricht dise rede / editur ora-liter, sed non orali modo, adest corpore, sed non corporalimodo, als der / dauon er handelt / passus est impatibiliter? Eesolte vns je nicht schwer sein alle obgesatzte wort des Athanasii aufunser propositum ohne einigen falsch zu accommodiren vnd zu wie-derholen / wan wir nicht sehen / daß sie sich von sich selbst also darzuschickten / als ob sie mit fleiß darwider geschrieben. Es vrtheile doch
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Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
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143
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