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Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
Entstehung
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Die Siebendeist / vnd darinnen man einig ist / vnd lesset das ander fahren?Warumb muß man so wunderliche reden führen von der gegen-wart des leibes Christi im brot / vnd darüber alle articul des Glau-bens / so auf der warheit seines menschlichen leibs bestehen / in dispu-tat ziehen / Da man doch selbst bekennet / es sei solche gegenwart desleibs Christi zur seligkeit nicht nätze? Es ist vns je vielmehr daran ge-legen / daß wir die lehr von dem wahren leib Christi / nach welchemer vns in allen dingen gleich / ausser der sunde / rein vnd vnbeflecktbehalten / als das Christus mit seinem leibe wesentlich hier auf erdenim brot sey. Dann auf dem/ daß Christus einen wahren natürlichenleib habe / stehet der grund vnserer seligkeit / also / daß wan Christusdenselben nicht hette / er vns nichts angienge. Aber daß Christi lestwesentlich im brot / ist vns (ihrem eigenen bekentnis nach) nicht nüt-ze / wan wir jnen nicht Geistlich in vnserm gemüth vnd hertzen fas-sen / vnd zwar also / daß wir festiglich glauben / daß er vnser rechternatürlicher bruder sey / daß wir seyen gliedmasse seines leibes / vnnddaß der Geist/ der in Christi fleisch wohnet/ auch in vns wohne/ zuwelchem dann zuuorderst von nöten / daß wir wissen / daß Christusein wahres fleisch habe. Dises alles aber kan verrichtet werdenwird auch im gebrauch des Abendmals warhaftig verrichtet / obgleich Christi leib nicht wesentlich im brot stecket.Ja es dienet dieselbe vnleibliche vnd vnbegreifliche gegenwartdes leibs Christi auch nicht zu sterckung vnsers glaubens. Dan wiekan das vnsern glauben stercken / das wir weder sehen / noch fühlen /noch hören? Das wort Gottes stercket vnsern glauben / dan wir hö-ren darinnen die herliche verheissungen Gottes/ deren wir vns bil-lich annemen. Wir hören / sagen wir / das wort nicht auf eine vber-natürliche vnhörliche weise / sondern eusserlicher natürlicher weise /wie ander wort. Aber den schatz der vns darinnen angebotten wird /nemlich Christum vnd alle seine wolthaten / ergreiffen wir nicht mitden eusserlichen ohren / sondern mit dem gleubigen gemüth: Also auchdie Sacramenta stercken vnsern glauben / zu welchem ende sie aucheingesatzt / weil sie nemblich sichtbare zeichen sind der gnaden Got-tes / die vns in seinem wort vorgetragen vnd angebotten wird / weilsie vns dieselben eusserlich vorbilden / vnd vnsern glauben darmitaufnum-