Die Dritteschaft seines wahren natürlichen leibs endern / vnnd seinen leib sidünne machen müssen als einen Geist? Ist es nicht allen Glaubensarticuln vnd der herligkeit Christi/ ja auch der Göttlichen Almachtgemesser / daß vilmehr thür vnd mauren dem leibe Christi weichen /vide Morvnd ihme einen freyen durchgang gestatten müssen / als daß der leilnaum deChristi sich wegen der thür vnd mauren hette endern müssen? EsEuchari-stia lib. 4. habens je die alten Kirchenlehrer also verstanden/ vnd solches wie-c. 3. p. 482 der die Marcioniten (so sich eben dieses arguments zu beweisen / dasChristus keinen warhaftigen leib mehr hette / gebraucht) erstritten.& seqDann also schreibet Justinus Martyr: οὐκατὰ τροπὴντοῦ σῶματοϛεῖντὸ πνεῦμα, ἐποιεισεν ἐις αὐτὸυῳ τὴν ἔισοδον, ἀλλὰ ἐν παχυμερῇ σῶματι τῆδεῖᾶ ἀυτοῦ δυνάμῃ ποιντικητῶν ὑπὲρ φύσιν. Das ist: Es hat der HerrChristus seinen eingang zu den Jüngern gethan / nicht durch ver-„ wandlung seines leibes in einen Geist / sondern mit seinem dicken (o-der auß dicken stücken zusamen gesetztem) leibe nach seiner Göttli-lichen kraft / nach welcher er vbernatürliche dinge verrichten kan.Weiset also / das dises miracul nicht durch enderung des leibs Chri-sti oder dessen eigenschaft geschehen/ sondern das derselbe so dickeblieben / wie er natürlicher weise an sich selbst / als ein ander leib ge-wesen/ es sey aber durch die Göttliche Almacht/ alles was den leibChristi hindern mögen / auß dem wege gereumet worden / wie erdan selbst kurtz zuvorn saget / daß solcher eingang geschehen sey /σώματι ἀτρέπτω das ist in einem vnuerendertem leibe / darbey wirauch bleiben vnd schliessen / daß auß disem exempel nichts erwiesenwerden könne / das den natürlichen eigenschaften des wahren leibesChristi zuwieder sey.Eine gleiche gestalt hat es mit dem versiegeltem Grabstein: wie-wol es nicht beweißlich ist / daß Christus ehe sey auferstanden / alsder Engel den Grabstein aufgehaben vnd weg geweltzet habe / son-dern daß der Engel eben darumb von Himmel kommen / daß er demHerrn Christo bey seiner Auferstehung auf den dienst warten / vndEpisk. 83. den stein abweltzen solte. Vnd dafur hat es auch die alte Christlichead Episc. kirche gehalten / wie zu sehen ex Leone, wan er wieder die Eutychi-aner / so die warheit des leibs Christi verleugnet / also schreibet: DiPalæstin.cant isti Phantasmatici Christiani quae substantia Salvatorisaffixa
Druckschrift
Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
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58
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