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geschlossenen Gemeinden, an leistungsfähigen Gemeinden überhaupt, dieganzen Besiedelungsverhältnisse der Provinz, welche dahin stieben, dasSystem der einzelnen Hose, namentlich auch der Bauernhofe, inmitten desseparierten Areals immer mehr auszubreiten, der geringe Wohlstand unddie in vielen Teilen der Provinz damals noch sehr geringe Bildung, wiesengebieterisch auf eine gemeinsame Arbeit von Stadt und Land hin. DiesenVerhältnissen entsprechend und sich denselben anschmiegend, hat sich diegenossenschaftliche Arbeit in so hohem Maße entwickelt, daß diese Vorschuß-Vereine zur Zeit in erster Reihe derjenigen Institute in der Provinz stehen,welche dem Perfonalkrcdit der Landwirte dienen. Die hier folgende Zu-sammenstellung der Geschästsresultate der Vorschußvcreine bieten hierfür den
festen Beweis.
(Tabelle siehe S. 439 und 440.)
Einer besonderen Erhebung bedürfte es für diese Genossenschaften nicht,da dieselben in ihrer Nerbandsstatistik die erschöpfendste und genauesteAuskunft geben. Diese Statistik ist auch in den Jahresberichten des An-waltes der deutschen Erwerbs- und Wirtschastsgenossenschasten enthalten,während die Vereine gar nicht in der Lage sind, alle Fragen des Frage-bogens ^ zu beantworten.
Die Unterlage für die Kreditgewährung dieser Vorfchußvereine analle Mitglieder bietet der Wechfel mit Bürgschaft. Diese Vereine, welchejede Staatshilfe fowie jede Hilfe von außen nicht nur abweisen, sonderngeradezu für verderblich erachten, haben sich unter den schwierigsten Ver-hältnissen lediglich allein und durch Selbsthilfe entwickelt und das ansehn-liche Kapital, über welches dieselben heute verfügen, ist das Resultat einerdreißigjährigen mühevollen Arbeit.
Die Beteiligung der Landwirte an diesen Vereinen ist eine so große,wie sie keine andere Organisation in Ostpreußen auszuweisen hat. Ineinzelnen Kreisen geht aus den in der Zusammenstellung enthaltenen Zahlenhervor, daß die Beteiligung der bäuerlichen Bevölkerung eine beinahe voll-ständige ist.
Es erscheint notwendig, an dieser Stelle die Art der Gewährung derDarlehne auf Wechfel etwas näher zu beleuchten.
In der Regel werden Darlehne auf Dreimonatswechsel gewährt. BeiEntnahme des Darlehns wird mit dem Schuldner die Rückzahlung ver-einbart. Bei jeder Prolongation wird nach dieser Vereinbarung ein gewisserProzentsatz der Schuld abgezahlt und auf diese Weise eine Amortisationgeschaffen, aus Grund welcher die Schuld in sehr verschiedenen Fristen, oftin 4 bis 5 Jahren, getilgt wird.