Der Personalkredit des ländlichen Grundbesitzes im Königreich Sachsen. ZYZ
14 203 mit lim bis nahezu 2 Im Fläche, davon 11140 mit Rindvieh«,
400 - Pferde-,8 200 - Schweine.,7 700 ° Ziegen-oderSchafhaltung.Von der Gefamtzahl der 148 905 Betriebe mit Nutzviehhaltungbilden diefe 68 525 kleinsten Betriebe 46,02°/°, also nahezu die Hälfte;die von denselben bewirtfchaftete Flache beträgt jedoch nur 6,4 °/o derGesamtfläche (64 000 Im) und hiervon ist Vz erdachtet.
Nach den einzelnen Landesteilen (amts- und bezw. kreishauptmann«schaftlichcn Verwaltungsbezirken) verteilt sich die bewirtschaftete Flächenach den verfchiedenen Betriebsgrößen wie folgt:
(Tabelle I siehe S. 304 und 305.)
Von den Betriebsgruppen dieser Tabelle laßt sich im allgemeinen,wenn auch zahlreiche Abweichungen, nach oben sowohl, wie nachunten, vorhanden sein mögen, annehmen, daß die Betriebe ohne Vieh«stand überhaupt nicht als eigentlich landwirtschaftliche anzufehen sind;diejenigen mit Viehstand bis zu 1,66 Im, soweit sie nicht gärtnerischbetrieben werden, vermögen die Familie nicht ausreichend zu ernährenund setzen daher den gleichzeitigen Betrieb einer anderweiten Erwerbs-thätigkeit voraus. Die Betriebe von 1,67 bis unter 10 lul werden vondem Betriebsinhaber in der Regel nur mit seinen Familienangehörigenbewirtschaftet, während folche von 10 bis gegen 50 Im als mittlereBetriebe anzusehen sind, in denen der Besitzer sich zwar an der körper-lichen Arbeit noch beteiligt, sich aber regelmäßig auch fremder Hilfskräftebedienen muß; Wirtschaften über 50 Im sind zu den größeren zu rechnenin denen der Besitzer sich auf die Oberleitung befchränkt. Sind auch dieangenommenen Grenzen nicht als genau anzusehen und kommen auch jenach dem Boden, der Höhenlage, dem Vorhandensein eines technischenBetriebs und den persönlichen Verhältnissen des Wirtschafters recht erheb-liche Abweichungen vor, so dürfte doch im Durchschnitt aller Fälle diegemachte Unterscheidung annähernd zutreffend sein.
Der Grundbesitz befindet sich überwiegend in Selbstbewirtschaftung,indem das Pacht! and nur einen verhältnismäßig kleinen Teil derBetriebsfläche ausmacht. Bei der Erhebung vom 5. Juni 1882 wurdeermittelt, daß von der bewirtfchafteten Fläche des landwirtfchaftlichbenutzten Geländes «pachtet sind (Fortfetzung S. 306)