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2 (1896) Mittel- und Norddeutschland
Entstehung
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301
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Der Personalkredit des ländlichen Grundbesitzes im Königreich Sachsen. ZYI

wurde. Die guten Erfolge des durch die größeren Gutsbesitzer ein-geführten rationellen Betriebs kapitalkräftiger Wirtschaften eiferten durchdas Beispiel auch die kleineren Grundbesitzer zur Nachahmung an, unddie Popularisirung der Naturwissenschaften durch Adolf Stöckhardt,Reuning u. a. unter Benutzung der zahlreichen, den bäuerlichen Verhält-nissen volle Rechnung tragenden landwirtschaftlichen Vereine trug dasVerständnis hierfür in die weitesten Kreife hinein.

Durch das Zusammenwirken fo vieler günstiger Umstände gelangteder landwirtfchaftliche Grundbesitzer, der kleine ebensowohl, wie der größere,zu einem gewissen Wohlstand, der schon durch äußere Anzeichen (Anlageder Gehöfte, Ausführung der Baulichkeiten) in Erscheinung trat, welchesich dauernd erhalten haben. Unterstützt wurde diese erfreuliche Ent-wicklung auch durch eine glückliche Besitzverteilung. Amtliche Er-hebungen darüber sind zwar nicht gemacht worden, es wurden jedoch zuverschiedener Zeit Anhalte gewonnen, welche es ermöglichen, sich davonein Bild zu machen.

Bei der im Jahre 1853 vorgenommenen Viehzählung wurde zugleichdie Bodenfläche ermittelt, welche die Viehbesitzer im Betriebe hatten; esergaben sich hierbei u. a. folgende Zahlen. Von 129 870 Viehbesitzernhatten an bebautem Boden

bis zu 0,5Sächs.Acker ^> 0,2767 im 28630 Besitzer^22,05°,c»

Von 0,513 - - d.i.bis 1,6603

- 3,0110 - ° - - - 5,5342

- 10,0130 - - - - - 16,6027

- 30,0150 . - - - - 27,6712

- 50,01100 - - - - . 55,3423mehr als 100 - - ^ 55,3423

Von diesen Grundstücksbesitzern hatten 27 621^21,27°/° keinRindvieh, sondern nur Ziegen, Schweine, Schafe oder Pferde, sind daher garnicht zu den Landwirten zu zählen; weitere 23 093 hatten nur 1 Rind,18 515 nur 2 Stück Rindvieh und betreiben die Landwirtschaft größten-teils nur als Nebenberuf. Die Grenze des eigentlichen landwirtschaft-lichen Betriebs liegt im Königreich Sachsen im ganzen bei einer Flächevon etwas über 1^/8 im; Viehbesitzer mit mehr als 1^/» Iia wurden1853 70 955 gezählt, während bei der Volkszählung von 1849 nur62 939 Landwirte nachgewiesen wurden, davon 40 676 Ackerbauer (Besitzerund Pächter) und 22 263 Häusler und Gartennahrungsbesitzer. Schließtman daher alle kleineren Besitzer von der Berechnung aus, so hatten1853 von 70 955 Viehbesitzern

30 285

- ^23,32 -

26 021

- ^20,03 -

22 881

^17,62 -

13 468

^10,37 -

6 915 -

-^ 5,32 -

1670

^ 1,29 -