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2 (1896) Mittel- und Norddeutschland
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292 vr. Franz.

ein recht günstiges. Allerdings betragen dabei die Stamnianteile faststets das Vielfache von dem Reservefonds.

Ihre Dividenden haben die Spar- und Vorfchußvereine im Laufeder Jahre fast durchweg erniedrigt, was man gewiß auf gefunde Grund-erkenntnisse zurückführen muß, die allmählich das Bestreben des Gewinn-machens zurückgedrängt haben. Bei vielen dieser Vereine waren anfäng-lich Dividenden in Höhe von 10°/«, auch 11°/u und darüber üblich;zur Zeit jedoch geben wohl wenige über 7 o/^ und viele nur 5 °/o Dividende.Verschiedene Vereine sind von 10 und mehr Prozent allmählich auf5"/» herabgegangen. Von vierundzwanzig Vereinen, deren Berichtevorliegen, sind vier mit 6 °/o, vier mit 7°/u, einer mit 8 °/o und viermit 5°/« Dividenden, während allerdings elf Vereine darüber keine An-gaben machen. Damit hängt natürlich auch eine ziemlich allgemeineErmäßigung des Zinsfußes zufammen. Während vor noch nicht langerZeit die meisten Spar- und Vorschußvereine mit einem Zinsfuße vonnicht unter 6 °/o für ausgeliehene Vorfchüfse arbeiteten und nebenbei nochbis 2 °/o Provision erhoben, scheint das Bild jetzt nach den vorliegendenBerichten ein vorteilhafteres. Hier stehen unter vierundzwanzig be-richtenden Vereinen nur drei mit einem Zinsfuß von 6 °/n, während zehnmit 5°/« und drei mit 4 bis 4^/2 die Darlehn vergeben und viele auchdie Provifion abgefchafft haben. Eingelegtes Kapital wird mit 3 bis4°/o verzinst. Wie es die 65 übrigen Vereine halten, ist nicht bekannt.

Die Neingewinne anzuführen dürfte ohne Zweck fein, da es bei derVielseitigkeit der Geschäfte der Spar- und Vorfchußvereine kaum möglichfcheint, sie in eine Beziehung von wesentlichem Interesse zu bringen.

Da der Geschäftskreis der Spar- und Vorfchußvereine sich einesteilsnicht bloß auf Mitglieder, andernteils auch nicht bloß auf das Darlehns-gcfchäft erstreckt, so ist es immerhin von Interesse, wenn bei den meistender Berichte die Zahl der Schuldner nicht grüßer erscheint oder gar ge-ringer ist, als die Zahl der Mitglieder. Elf Berichte geben über diesesVerhältnis Aufschluß, darunter sind nur drei, bei welchen die Zahl derSchuldner größer ist. Bei diesen steht das Verhältnis der Mitgliederzu den Schuldnern wie 1500:6800 (in diesem FalleSchuldposten");208:454; 193:276.

Die durchschnittliche Höhe der Darlehn bewegt sich bei den einzelnenBerichten, welche darüber Auffchluß geben, zwischen 250 und 800 Mark,die Einzeldarlehn jedoch steigen ebensowohl bis zu Beträgen von 2 Markherab, wie sie andererseits hoch in die Tausende gehen.

Die Spareinlagen sind nach den zwölf Berichten, welche sich darüber