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2 (1896) Mittel- und Norddeutschland
Entstehung
Seite
289
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Der Personattredit im Gebiete der thüringischen Staaten. 289

überhaupt nicht beantwortet werden konnten. Doch haben mehrere dieserGenossenschaften gleichfalls sehr dankenswerte Aufstellungen geliefert.

Der Geschäftskreis diefer Anstalten ist fast durchweg räumlich unbe-fchräntt und das Platte Land ist in nicht unbedeutender Weise beidenselben beteiligt; ja es bestehen nicht weniger als siebzehn derselbenan Orten von unter 1000 Einwohnern und noch deren sechs an Ortenvon unter 500 Einwohnern. Eigentümlicherweise hat keiner von diesensiebzehn kleineren Vereinen einen Bericht eingesandt; mit einer einzigenAusnahme haben nur städtische Genossenschaften berichtet und diefe gebendie Einwohnerzahlen der in ihrem Geschäftskreis liegenden Landgemeindenmit wenigen Ausnahmen (bei den großen Städten) größer, zum Teilbedeutend größer an, wie ihre Stadtbevölkerung. Die Landbevölkerungder einzelnen Gefchäftsbereiche beträgt in der Mehrzahl 3000 bis etwa15 000, steigt aber in einzelnen Fällen bis 40000 und 50000 Einwohner undverteilt sich auf je einige bis über vierzig, ja in einem Falle auf über mehrals hundert Ortfchaften. Als ein typifches Beifpiel, welches geeignet istdarzuthun, wie diese Anstalten intensiv auf das tleingewerbliche Lebeneinwirken, die Landwirtfchaft aber verhältnismäßig nur extensiv berühren,dürfte ein Verein des Kreises Weimar, der Wohl mit den relativ stärkstenländlichen Geschäftskreis besitzt, anzusehen sein. Dieser Verein giebt denUmkreis des letzteren auf 15 000 Einwohner in fünfundzwanzig Ort-schaften, seine Stadtbevölkerung dagegen auf nur 5000 in drei Städtenan, hat aber nur 137 Landwirte unter 365 Mitgliedern und dem ungefährcntfprechend, unter 370 Schuldnern 99 Landwirte.

Es verlohnt sich, die soeben erörterten Verhältnisse nebst einigenweiteren aus denjenigen Berichten, welche Aufschluß darüber geben, zueiner Übersicht zusammenzustellen, soweit sie das Material dazu bieten.

(Tabelle siehe S. 290.)

Aus der unvollständigen Übersicht soll an dieser Stelle nur die eineThatsache gezogen werden, daß die weit stärkere Bevölkerung der imGeschäftsbereich der einzelnen Anstalten liegenden Landorte durchweg weitschwacher an Mitgliederzahl, wie auch iu betreff der Darlehn beteiligt istwie die Stadtbevölkerung.

Aus den übrigen Berichten ist nur weniges in positiven Richtungenzu entnehmen. Mehrere davon geben Aufschluß uur über die Zahl derMitglieder, die selbständige Landwirte sind im Vergleich zur Gesamt.

Schriften K. N, f, Socinlpol, - Person»Ilredit, II. 19