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2 (1896) Mittel- und Norddeutschland
Entstehung
Seite
257
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Der Perfonallredit der lündl. Kleingrundbesitzer in der Provinz Sachsen. 257

Alls der Tabelle ist ersichtlich, daß Ende März 1895 die Genossen-zahl bereits 107 mit einer Haftsumme von 1116 000 Mark betrug.Der Geldumsatz belief sich im Jahre 1894 auf 6 412 880,31 Mark underreichte im ersten Viertel des Jahres 1895 schon wieder die Höhe von2 525 671,89 Mark. Im Verkehr mit den Darlehenskassen hat dieGenossenschaftsbank im Jahre 1894 158 495 Mark umgefetzt. ZurEinleitung und Durchführung ihrer Aufgaben sind derselben in An-erkennung der gesunden volkswirtschaftlichen Bedeutung der Sache vonder Provinzialverwaltung aus der Provinzialhilfskafse zu Merseburggegen umfangreiche Sicherheit und entsprechende Verzinfung größereBetrage zur Verfügung gestellt. Die Höhe der letzteren belief sichausgangs November vorigen Jahres auf 600 000 Mark, welche bis dahinvon den Einzelgenoffenschaften verwendet waren.

Die Genoffenfchaftsbllnk gewährt Darlehen auf V^ Jahr bis 24 Jahregegen Amortifation, feste Fristen und laufende Rechnung auf ein Jahrnur an einzelne Genossenschaften unter Zugrundelegung der respektivenHaftfummen mit genauer Berücksichtigung der von der Provinzialver-waltung gestellten Bedingungen. Dieselben bestehen in der Hauptsacheaus folgenden Positionen: Zur Sicherstellung der von der Genossenschafts-bank übernommenen Verpflichtungen deponiert dieselbe — außer einerSchuldurkunde über den Hüchstbetrag der bar zu entnehmenden verein-barten Maximalsummen — Solaaccepte der Einzelgenosscnschaften, welcheüber den doppelten Betrag der bar zu entnehmenden Quote und auf„Eine Woche nach Sicht" lauten, und zur weiteren Sicherung voneinigen der betreffenden Genoffenfchaft angehörenden Mitgliedern, welchein der Provinz Sachsen angesessen sind und seitens der Provinzial-hilfskaffe als folide und zahlungsfähig anerkannt werden, als Bürgenunterschrieben sind.

Die Genossenschaftsbank gewährt den einzelnen Genoffenfchaften Dar-lehen für 4^4 bis 41/2"/» Zinsen ^, während sie zahlt:

1. bei der Provinzialhilfslaffe 4°/°,

2. bei Depositen der Genoffenfchaften

il. bei dreimonatlicher Kündigung 4"/u,l>. bei fechswücheutlicher Kündigung 3°/»,

l Die Genoffeufchaftsbant ist nach Gründung der Central-Genossenschaftskaffein Berlin mit dieser in Verbindung getreten und hat dortselbst einen Kredit vonIV2 Millionen Mark aufgenommen. Infolge dieses billigeren Nailehns hat sie auchihren Schuldnern den Zinsfuß bedeutend ermäßigt.

Lchrlften d, Nei, f, Soci»Ip°l, — PeisonaUredit. II, 17