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Die Würdigung der vorstehenden Zahlen gebietet einige Vorsicht.Wie schon auf Seite 214 erwähnt, hat die hier und da erkennbare, ober-flächliche und interesselose Behandlung der Angelegenheit nicht überall zueiner übereinstimmendenAuffassung und genauen Beantwortung der gestelltenFragen geführt. Es beziehen sich beispielsweise die Antworten auf die Fragenach der Hohe des eigenen Vermögens zum Teil auf die Gefchäftsanteile, zumTeil auf die Außenstände, oder aus diese beiden Posten zusammen; in anderenFällen auf die gefamten Einlagen mit oder ohne Reservefonds und vereinzeltselbst nur aus den Wert des Mobiliars; der Kassenumsatz ist sowohl sürEinnahme und Ausgabe getrennt, wie auch für beide Teile summarischangegeben, ohne immer erkennen zu können, ob die letztere Angabe auchwirklich die Gesamtsumme oder nur einen Teil derselben umfaßt; unter„Passiva" sind bald die Reinerträge, Kapitalreserven und Gesamteinlagenzusammengefaßt, bald nur die letzteren allein begriffen. Soweit es irgendmöglich war, find Korrekturen bei der Herstellung der Tabellen aus-geführt, was allerdings bei Zahlen immerhin ein unsicheres Experimentist. Auch ist der Umfang der einzelnen Kasten so verschieden, daß ausdem vorliegenden lückenhaften Material ein Schluß auf die Gesamtlagekeinen Anspruch aus unbedingte Sicherheit erheben kann. Diese Vor-behalte vorausgeschickt, führen die mitgeteilten Zahlen zu den folgendenErgebnissen: Den bezeichneten 36 Genossenschaften gehören 13176 Mit-glieder an, von denen etwa der vierte Teil selbständige, praktische Land-wirte sind. Das eigene Vermögen der 36 Genossenschaften in Geschäfts«guthaben und Reservefonds beträgt nach dem letztjahrigen Rechnungs-abschlüsse 2 666 020 Mark. An fremden Kapitalien haben 30 Genoffen-fchaften zu ihrem Gefchäftsbetriebe 9 818 029 Mark verwendet'. DieGefamtfumme der Darlehen betrug am Schlüsse des letzten Rechnungs-jahres bei 32 Genoffenfchaften 16 232 610 Mark.
Wenn danach angenommen wird, daß in den übrigen Genoffen-fchaften von Schulze-Delitzfch in der Provinz Sachsen die Zahlen imDurchschnitt um 10°/u niedriger sind, so würde als Gesamtergebnis der93 sächsischen Schulze-Delitzschschen Kieditvereinc in runden Zahlen an<gegeben werden können:
l Diese Summe ergiebt sich nach Abzug des eignen Vermögens von den ge-samten Passiven; da in letzteren auch Ausgabereste, Gewinnvorträge für das nächsteJahr und ähnliche kleinere Posten enthalten sind, weicht dieselbe vielleicht etwas vonder Wirtlichkeit ab.