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2 (1896) Mittel- und Norddeutschland
Entstehung
Seite
121
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Der Personalkredit des ländl. Kleingrundbesitzes in der Rheinprovinz. 121

ä. zur Verbesserungdes Bodens undder Wirtschafts-bezw. Betriebs-einrichtungen

e. zum Lllndankllus

darunter Wiesen-llnkauf

t, zur Erbllbfindungbezw. Auszahlungder Geschwister beiGutsübergllben

8. zu Kosten der Er-ziehung der Kin-der, deren Unter-halt wahrend derMilitardienstzeit,deren Ausstattungzur Heirat

b.. zur Bezahlung derfälligen Hypothe-kenzinsen bei un-genügenden Ein-nahmen aus derWirtschaft

i. zur Erholung vonNnglücksfällen(Mißernte, Hagel-schlag, Feuer,Seuchen)

Bemerkung zu a bis i: Be-sonders erwünscht wäre es,wenn diese Angaben ge-trennt für Landwirte undfür andere Erwerbszweigegemacht weiden könnten.

Von den Anleihern ist niemals genau zu erfahren,zu welchen Zwecken das Geld verwandt wird. Ammeisten, natürlich in ländlichen Bezirken, wird dasGeld zur Vieh- und Düngerbeschaffung verwandt,sowie zum Bezahlen kleiner Schulden bei Kauf-leuten u. s. w. In der Regel kommen die Mit-glieder mit Anträgen um Darlehen erst, wenn sievon ihren Schuldnern gedrängt werden.

Wenn Zinsen an Gläubiger oder Kassen be-zahlt werden follen, fo verschweigen dies dieAnleiher.

Im letzten Jahre haben einige Gemeinden zur Anlagevon Wasserleitungen größere Summen erhalten.

Die Anleiher sind viel zahlreicher gekommen 1893 und1894 zur Zeit des Mißwuchses und nach demselben.