§ 77. Das Alexanderlied des Pfaffen Lamprecht.
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B. Hauptteil: Geschichte Alexanders 35—7278.
I. Allgemeines: Alexanders Herrschergröße, Vergleich mit Salomo 35—70.
II. Alexanders Jugend 71 — 558.
III. Alexanders Kriegszüge 559—47G1: a) gegen Darius bis zu seiner ersten Rückkehrnach Mazedonien 559 V— 2128 S (1533 Schluß von V); b) Alexanders Krieg gegen Dariusvon der Heimkehr bis zur Hochzeit mit Roxane 2129—4057; c) Der Krieg mit Porus4058—4761.
IV. Alexanders Reisen in den fernen Orient 4762—7010: a) bei den bedürfnislosenWeisen in Occidratis 4762—4889; b) Brief über die Wunder Indiens 4890—6596 u. a. dieBlumen- oder Waldschattenmädchen (5157—5358), die im Sommer aus Blumenkelchen ent-sprangen, aber beim Beginn des Herbstes starben; die Königin Candacis am Weltende,die Amazonen (5511—6461); c) der Zug nach dem Paradies 6597—7010, an der Pforte mahntein alter Mann Alexander zur Demut (6871) und gibt ihm einen Stein (6932); Alexandergehorcht der Mahnung und kehrt um (6959).
V. Rückkehr nach Griechenland und Ende Alexanders 7C11—7278; ein alter Jude deutetihm die Lehre des Steines: hüte dich vor Hoffart und Habgier, denn dereinst mußt duhinfahren und zur Erde werden (7153); Fürstenlehre (7207); Alexander regiert trefflich12 Jahre und stirbt durch Gift; nicht mehr behielt er von allem, was er je errang, als vonErde ein Grab sieben Fuß lang (7247).
C. Epilog 7279—7302: Mahnung zur Buße und Gottesfurcht auf den Weg zumewigen Leben.
Der Vorauer AI. (V) ist das unvollendete bezw. rasch abgebrochene Werk desPfaffen Lamprecht, der Straßburger (S) und der Basler AI. (B) bilden eineBearbeitung.und Fortsetzung des ursprünglichen Werkes von Lamprecht (X).Dabei stellt der Basler AI. eine ältere Stufe dar, während der Straßburger AI. wiederumeine Bearbeitung von X ist (Y). 1 ) Das Verhältnis der drei Fassungen verzweigt sich alsofolgendermaßen: 2 )
O (Original Lamprechts)
X (= BS)
Lamprechts Werk fällt der Zeit nach vor das Rolandslied, etwa zwischen1120 und 1130. Auch die Bearbeitung X liegt vor dem Rolandslied, Y istetwa um 1160 abgefaßt.
') Das Alexanderlied unserer Ausgabenrührt also von zwei verschiedenen Verfassernher, vgl Wilmanns, Gott. gel. Anz 1885,291«.;Alw. Schmidts u. Hampes Diss. u. die betr.Rezensionen; Schröder, DLZ. 1885, 786;Ottmann S. XXXVIII ff.; Zwierzina, Ver-handlungen aaO.; Ehrismann, ZfdW. 2,142—145; Kuhnt, Diss. S. 1 ff.
2 ) Siehe Harczyk S. 1—30, dazu OttmannS. L—LH Anm. 97; Werner, Wiener SB. 93, bes.S. 7—54, dazu Kinzel, ZfdPh. 14,379—384;Kinzel ebda 10,14—89, Zacher ebda S 89—112; Kinzel ebda 11,383—399, Zachfr ebdaS.399—416; Kinzel, Ausg. S.XXXII- XXXVIII;Rödiger, Anz. 5, 416-425. 11, 257—281;v.Bahder aaO.: CHRiSTENSEN.Beitr. aaO., dazu