226 Dm erzählende Dichtung
Paul, Beitr. 2, 64—97; Stadler, Üb. d. Verhältn. d. Hss. D u. G von W.s Parz., Straßbg. Diss.1907; Ferd. Kittelmann, Einige Mischhss. v. W.s Parz., QF 109 (1910), dazu Piquet, Rev.crit. 71,349 f., Helm, Lbl. 1912,234 f., v. Kralik, Allg. Lbl. 21,240—42; Walt. Maushake, Hss.-kunde u.Textgesch.d.Parz., Qött. Diss. 1920 (Maschinendr.); Theob.Gebert, Untersuchgn. zud. Hss. d. Gruppe D von W.s v. E. Parz. I, Diss. Wien 1921; Wern. Kupferschmid, Üb. d. Wort-schatz d. Berner Parz. — Hs., Bern 1923, dazu Hübner, DLz. 1924, 2418—20. Nach MartinsAusg. gefundene Bruchstücke: Bohnenberger u. Benz, ZfdA. 49,123—35 (Tüb.); Wilhelm,Münch.Mus. 1, 367 f. (Freibg. i. B.); Schneiderwirth, ZfdA. 53, 359-68 (Dorsten i. Westf.);Basler, Festschr. Mogk 1924 S. 146—49 (Freibg. i. B.); in Köln 1925 e. Pap.-Hs des P. im Dia-lekt vom Hunsrück gefunden.
Die Überlieferung ist nicht nur sehr umfangreich, sondern bei der großen Anzahl alter u.sorgfältiger Hss. ermöglicht sie auch, den Urtext verhältnismäßig treu wieder herzustellen. Diealte u. gute Hs. D bildet die Grundlage für die Textkritik, G zeigt das Bestreben, die Eigenartder Sprache W.s dem regelmäßigen mhd. Sprachgebrauch anzupassen und dem Stil Hartmannszu nähern.
Zu den Parz.-Bildern: K. J. Benziger, Parz. in d. dt. Hss.illustration d. MA.s, Straßbg. 1914;Petzet S. 34 f.; zu d. Bildern von o (Dresd. Hs.): Kautzsch, Diebolt Lauber, Leipz. 1895 S. 43.Bildl. Darstellungen s. noch Golther, Ges. Aufs. aaO. Facs.: Könnekes Bilderatlas (große u.kleine Ausg.); Petzet u. Glauninü, Schrifttafeln III; Vogt u. Koch, LG. 1 unt. W. v. E.
Einzelne Stellen. Bis 1897 s. Panzers Bibliogr. S. 12—15, auch Piper in d. Textanmkgen.seiner Ausgabe. Ferner Homeyer, Berl. Ak. 1852, 17ff.; Alb. Ilg, Beitr. z. Gesch. d. Kunst u.Kunsttechnik, Wien 1896 S. 90—117; in ZfdA.: Sievers 20, 215f., Kochendörffer 28, 246—50, Lucae 32,472.33,256, Roethe41, 169, Sonnleithner, Anz.23,204f., Bötticher u. Schrö-der, ebda 27, 109 f. 219f., Drescher, ZfdA. 46, 301—03, Wilmanns 49, 467, H. Fischer 50,148, Lessiak 53, 134, Schwietering 57,140—43 („Sigune auf d. Linde"), Schröder 59,244;Germania: Behaghel 34, 487—90; Beitr.: John Meier 15, 218—22, Gebhardt 24, 406—09,Braune 24,188—205.27,565—70, Leitzmann 27,570 f., Wallner 33,59 f. 44,117—19, Helm41, 367—74; Palgen 46, 309ff.; Rud. Hildebrand, ZfdUnt. 10, 737f.; Jellinek u. Kraus,ZföG. 44 (1893), 685 u. ö. u. Euphorion 4, 685 f. 5, 465 ff., Niejahr, ebda 5,445; Singer, Festg.f. Heinzel S. 353—436, dazu Panzer, ZfdPh. 33,123 ff., Martin, Anz.25,360; Singer, Pragerdt. Stud. 8, 307 ff.; Ch. F. Seybold, ZfdWortf. 8,151 f.; P. R. Pape, Mod. Lang. Not. 8, XII, 16;Heck, Mitt. d. Inst. f. österr. Gesch.forschg. 28,44—46; Schölte, Neophilol. 5 Nr.2; Thalmann,Reimformenverzeichn. S. 139f.; A. C. L. Brown, Mod. Lang. Notes 41, April 1926, S. 226—33.
§35. Inhalt
B. I. II. Vorgeschichte. Gahmuret. B. I. Gahm. u. Belak ane. G., jüngerer Sohn desKönigs Gandin von Anschouwe (Anjou), zieht auf Abenteuer aus in das Morgenland zumBaruc v. Baldac (Kalif v. Bagdad), befreit die belagerte Mohrenkönigin von Zazamanc, Bela-kane, erringt mit ihrer Hand zugleich ihr Land, trennt sich aber, von Abenteuerlust ge-trieben, bald wieder von ihr mit der Begründung, weil sie Heidin sei. Sie gebiert einenschwarz-weißen Sohn _(Feirefiz) . — B. II. Gahmuret u. Herzeloyde. G. erringt als Siegerim Turnier die Hand der Herzeloyde, wird durch sie König von Waleis und bald auch durchden Tod seines Bruders Galoes König von Anschouwe. Sein unruhiger Geist treibt ihn wiederin den Dienst des Baruc, in dem er kämpfend den Tod findet. In tiefem Jammer gebiertHerzel. einen Sohn, Parzival.
B. III. IV. V. VI. Parzivalhandlung.
B. III. Parzivals Jugend und Auszug ins Leben. Nach Gahmurets Tod zieht sichHerzel. in «iie Waldeinsamkeit zurück, sie will den Sohn von aller Welt fernhalten, um ihnvor den Gefahren des Rittertums zu bewahren. Er wächst als Naturkind auf. Sie gibt ihmLehren von Gott und dem Teufel, jener ist hell wie der Tag, dieser schwarz und untreu.Eines Tags begegnet der Knabe vier dahersprengenden Rittern in glänzender Rüstung. Erhält den Vordersten für Gott und fällt betend vor ihm auf die Knie. Zu Hause verlangt