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Teil 2, Die mittelhochdeutsche Literatur Abschn. 2. Blütezeit Hälfte 1 (1927)
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Einleituno

mit dem Reich der jenseitigen Ideen. Diese weit-göttliche Sittlichkeit ge-hört in die gottgewollte Abstufung der Seinswerte und bildet eine dem reinmit Gott beschäftigten Mönchtum niedergeordnete Schicht.

§ 7. Entwicklung der deutschen Literatur in der mhd. Blütezeit (11701300). Diehöfische Dichtung 1

Die höf. Dichtung ist eine Symbolisierung der ritterlichen Standesideale,ist die der neuen höf. Kultur eigentümliche künstlerische Ausdrucksweise.

Durch den kulturellen Aufstieg des Rittertums trat eine völlige Verschie-bung im ganzen Bild der Zeit ein. Die höfischen Laien erwarben der Kirchegegenüber eine stärkere geistige Selbständigkeit. Damit hat die Entwicklungder deutschen Literatur eine neue Bahn eingeschlagen, ja ihre erste großeWandlung erfahren. In der ahd. und frühmhd. Periode hatten die im Schrift-tum niedergelegte Dichtung durchaus die Geistlichen in Händen, ja siewaren es, die das weltliche Ritterepos begründeten (Alexanderl., Rolandsl.);selbst die Spielmannsepen, die wohl zum großen Teil auch Kleriker zu Verfassernhatten, bekamen durch eingestreute Erbaulichkeiten einen frommen Anstrich.Mit dem letzten Drittel des 12. Jh.s aber begann der Adel selbständigerin das literarische Leben einzugreifen und zwar auf allen Gebieten derDichtkunst; auch dem geistlichen und dem didaktischen. Die Ritter, zu denensich hierin auch Gelehrte, Bürger, Fahrende, ja Geistliche selber gesellten,unternahmen es, der religiösen Literatur eine weltliche an die Seite zusetzen. Die Geistlichen verloren die Führung, nicht mehr die Klöster waren

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