340 H- D'E Literatur von der Mitte des achten bis zur Mitte des elften Jahrhunderts.
halba Moines Z. 1, uuesterun halba Moines Z. 10 f.), aber nur vier Örtlich-keiten (S. 225, 11.12 Branniberg bis Brezelunseö) haben Entsprechungen inder ersten Würzburger Markbeschreibung, und zwar in der zweiten Hälfteder dritten Strecke (Würzburger Markbeschreibung A, S. 225,24—26), welchesich mit der vierten Strecke in A (Z. 31 ff.) deckt.
Die Zeugennamen sind in A und B nur zum Teil gleich; in B sind nur18 Zeugen (S.226, 18—20) verzeichnet. In der ersten Strecke von A (S.224,10—12) stimmt keiner mit B; in der zweiten (S.224,17—21) stimmen zwei(oder drei?, denn vielleicht sind Hiltiberaht A und Helitberaht B ein unddieselbe Person); in der dritten Strecke (S. 225, 28—30) einer; in der viertenvon A (S. 225, 31 und 34—37) aber sind acht gleich.
Die zweite Würzburger Markbeschreibung enthält nur die Angabe derGrenzörtlichkeiten (S. 225,1—15), die einige Male genauer bezeichnet sindals in den beiden vorhergehenden Markbeschreibungen, z. B. diu dar heizzitGiggimada 225, 3 f.; dar der sptrboum stuont 225, 7; dann die Bekräftigung226, 15—17 und die Namen der Zeugen 226, 18—20. Das Datum fehlt. DieEntstehungszeit des Originals von B ist, wie das Verhältnis zu A, unbestimmt.Die Veranlassung zur Anwendung der deutschen Sprache gab die Gepflogen-heit, solche die gesamte Markgenossenschaft interessierenden Urkundenöffentlich vorzulesen.
§ 65. Bruchstück einer Übersetzung der Lex Salica.
MSD. Nr. 65 u. II 3 , 361—363; Braune, LB. Nr. 14 u. S. 175; Piper, Alt. d. Lit. S. 109;Kelle, LG. 1, 131. 353; Kogel, LG. 2, 499—501, Grundr. 2 S.156L — Erster Druck vonF. J. Mone, der das Denkmal 1850 fand, in der Z. f. Geschichte des Oberrheins 1 (1850),36—41; J.Grimm in J.Merkels Lex Salica (1860), 104—107; G. H.Pertz und J.Merkelebda S. 109—111; J. H. Hessels, Lex Salica, London 1880. Faksimile bei Könnecke S. 9.
Hs.: Oktavdoppelblatt in der Stadtbibliothek in Trier, dessen beide Teileals Deckblätter einer Inkunabel verwendet waren; stammt aus dem KlosterS. Mathias bei Trier, 9. Jh.
Der Dialekt ist ostfränkisch (Fulda? oder Würzburg??), 1 ) denn es fehlenin dem Gesamtlautstand ausgeprägte, ausschlaggebende Merkmale andererMundarten: Vokale, a ist umgelautet außer in arslahit Z. 1, stahlt Z. 6;e erhalten in heer Z. 21; ö erhalten in mooter Z. 31; (ai bezw. ei ist nichtvorhanden); au ist noch nicht ou: haubitgelt Z. 24ff.; eo ist erhalten. Kon-sonanten. Dentale: d ist zu t verschoben außer indi Z. 28; t zu Spirans 3und Affricata z verschoben; th ist anl. und inl. als d spirantisch geblieben(Braune, Ahd. Gramm. § 167c Anm. 3) außer mfelde Z. 29; thth ist tt: ettes-hwelihemo Z. 18. Labiale: b ist nicht verschoben außer zweimal inl. inhaupitgelt Z. 26. 28; p ist nicht zur Affricata verschoben: pentingä 32.Gutturale: g ist nicht verschoben; k ist immer c geschrieben; anl. hr hw(hl hn sind nicht belegt) sind erhalten außer weo 19; ausl. Flexions-m isterhalten in urcundeöm Z. 17, farahum Z. 35, n in mägun Z. 3; ableitendes j
>) MSD. I 3 S.XXV; Kogel, LG. a.a.O.