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Teil 1 (1918) Die althochdeutsche Literatur
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316
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316 D. Die Literatur von der Mitte des achten bis zur Mitte des elften Jahrhunderts.

Sünden nur mit huorii. Z. 40. III. Schluß Z. 4043: Reue und nochmalsEmpfängerformel. D. Das Misereatur Z. 44. E, Absolution Z. 4447.

4. Wessobrunner Glaube und Beichte I.

MSD. Nr. 90 u. II 3 , 440; Piper, Alt. d. Lit. S.458; Kelle, LG. 2, 49. 271 f. Erster Druckvon J. G. ab Eckhart, Commentarii de rebus Franciae orientalis II (1729), 935940, dazuBerichtigungen von Qraff, Diutiska 3 (1829), 123 f.; Massmann, Abschwörungsformeln (1839)Nr.7 S.36.7481; Nr.35 S.44f. 139142; Piper, Die Schriften Notkers 3 (1883), 389396.Sprockhoff S. 6474.

Hs.: K. K. Hofbibliothek in Wien, Cod. 2681, die Ambras-Wiener Notker-Hs. (s. unten), 11. Jh.; nach dem ersten, die Psalmen 150 enthaltenden Teilder Hs., der Bl. 103a schließt, folgt unser Denkmal auf Bl. 103a107b.

Der Dialekt ist bairisch, 11. Jh.

Gliederung: A.AbschwörungsformelZ.l f., dann Gehorsamsversprechungund Bitte an Gott um Gnade und Hilfe Z. 25. B. Glaubensbekenntnis Z. 663(Schluß Z. 63 f. = Z. 4 f.). C. Confessio (Beichte) Z. 65153 (zuerst Bitte an Gottum Verleihung wahrer Reue Z. 6582; dann I. Einleitungs- und Empfänger-formeln Z. 8285. II. Hauptteil: Sündenbekenntnis Z. 85153 (UniversalformelmitSündengebietZ. 8588; SündenregisterZ. 89153, bricht vor dem Ende ab).

Die Beichte ist für Frauen bestimmt, wie die Feminina abtninnigiu 70,sundeglstera, meintäügistero 73 erkennen lassen.

Wessobrunner Glaube und Beichte I stimmt im größten Teil des Textesüberein mit dem folgenden Stück.

5. Bamberger Glaube und Beichte.

MSD. Nr. 91 u. II 3 ,440446; Piper, Alt. d. Lit. S. 458; Kelle, LG. 2,49. 271. ErsterDruck von Reuss, Z. f. d. A. 5 (1845), 453461, Berichtigungen von A. Vollmer in K. RothsKleinen Beiträgen (1853) 2,199 ff.; Piper, Die Schriften Notkers 3 (1883) S. XIXIX; Scherer,Geschichte der deutschen Dichtung im 11. u. 12. Jahrh., QF. 12, 27 f. Faksimile bei Petzetund Glauning XVII. Sprockhoff S.6474; Schulze S. 98117.

Hs.: Kgl. Bibliothek in München, Cod. lat. 4460, 190 Bl., 8°, gehörte früherdem Dominikanerkloster in Bamberg. Der Kodex besteht aus vier ursprünglichverschiedenen Handschriften, deren zweite, aus dem 12. Jh., Bl. 103115umfaßt, auf Bl. 10311 lb unser Stück, darauf Bl. 11 lb114a die Beschreibungvon Himmel und Hölle (s. Bd. II).

Der Dialekt ist wohl ostfränkisch (Bamberg), da charakteristische Merk-male anderer Mundarten fehlen.

Gliederung: A. Abschwörungsformel, Versprechen von Gehorsam, Bitteum Gottes Gnade und Hilfe Z. 15. B. Glaubensbekenntnis Z. 692. C. Puraconfessio (Beichte) Z. 93245: zuerst Bitte zu Gott um wahre Reue Z. 93110;dann I. Einleitungs- und Empfängerformel Z. 110113. II. Hauptteil: Sünden-bekenntnis Z. 113245 (Universalformel mit Sündengebiet Z. 113116; Sün-denregisterZ. 117230). III. Schluß Z. 231245 (Unfähigkeit zu völligem Be-kenntnis Z. 231236; Bitte zu Gott um Verleihung wahrer Reue Z. 237245).

Der Unterschied zwischen Wessobrunner und Bamberger Gl. u. B. liegtin der Glaubensformel (die Beichte ist wesentlich die gleiche), die in B