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Teil 1 (1918) Die althochdeutsche Literatur
Entstehung
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272 IL Die Literatur von der Mitte des achten bis zur Mitte des elften Jahrhunderts.

Die schwachen langstämmigen Präterita dery'are-Verba haben den Mittelvokal izum Teil (etwas mehr als die Hälfte) aus dem Original (= Pariser Isidor)beibehalten, zum Teil sind die bairischen Formen ohne Mittelvokal ein-getreten. Formen auf -jan bei haben und sagen kommen nicht vor. Die aus-gesprochenen Eigenheiten des Originals wie dh, gh, quh finden sich be-sonders in den ersten Teilen. Der Schreiber hat sich am Anfang genaueran seine Vorlage gehalten.

Die Bruchstücke enthalten Teile von fünf Werken:

1. Bruchstücke der Übersetzung von Isidors Traktat De fide catho-lica contra Judaeos. Sie befinden sich auf zwei der schon von Endlicherund Hoffmann veröffentlichten Wiener Blätter sowie auf den zwei vonJos. Haupt später gefundenen (== Hench XXXIIXXXVI). i)

2. Bruchstücke einer Übersetzung des Evangeliums Matthaei. 2 )Sie fallen in die Kapitel 810. 12. 13. 1828 des Evangeliums Matthaei.Zugrunde liegt die Vulgata, jedoch ist in Matth. Kap. 20 ein Stück aus derItala eingeschaltet (Hench IV, 616). Die Monseer Übersetzung ist demdeutschen Sprachgefühl mehr angepaßt als die des Tatian. 8 ) Die undeutschenPartizipialkonstruktionen werden gemieden, z.B. locuüfuerint sprehhentisint Tat, sprehhant Mons., Braune S. 21, 2 Z. 10; Qui respondens aitUlis Thö antlinginti quad in Tat., Er antuurta quuat im Mons., BrauneS. 22, 2 Z. 14; Adhuc eo loquente Imo noh thanne sprehhentemo Tat.,Innan diu aer daz sprah Mons., Braune S. 22, 2 Z. 31; stant quc/entes stantent uze suohhente thih Tat., stantant uze, suohhent dih Mons.,Braune S. 23, 2 Z. 33; respondens dicenti sibi ait Her thö antlinginüimo sus qaedantemo quad Tat., Enti aer antuurta demo za imo sprah,quadh Mons., Braune S. 23,2 Z. 33 f.; exiens de domo sedebat secus mareuzgangenti fon themo huse saz näh themo seuue Tat., genc Iesus uzfonahus, saz bi seuue Mons., Braune S. 23,2 Z. 38 f.; missis exercitibus suisgisanten sinen herin Tat, santa siniu heri Mons., Braune S. 24, 4 Z. 9 f.;Impletae sunt nuptiae discumbentium inti gifulto uuärun thio brütlöftisizentero Tat., enti uuarth arfullit des bruthlauftes kastuoli Mons., BrauneS. 25,4 Z. 15; quomodo hoc intrasti non habens vestem nuptialem vvuogiengi thü hera in ni hob enti giuuäti brütlouftlih Tat., hueo quämi duhera in, ni habes bruthlauftic kauuäti Mons., Braune S. 25,4 Z. 17. Bei-behaltung derPartizipialkonstruktion, aber nicht als Ablativus (Dat.) absolutus:Inventa autem una pretiosa margarita abiit Fundanemo thanne einemodiuremo merigriozegiengTat, Funtan auh ein tiurlih marigreozgenc Mons.,Braune S. 23,3 Z. 9.

') In Holtzmanns Ausgabe S. 1824.30bis 34, Weinhold S. 4351, Hench, IsidorS. 4555, Ausgabe der Mons. Fragm. S. 5059.

2 ) Zum Teil abgedruckt bei Endlicherund Hoffmann, zum Teil bei Massmann (s.Hench S. 7181), dazu die zwei Blätter ausHannover bei Friedländer a. a. O. (Hench

S. 71.72); das Ganze bei Hench IXXV.

3 ) Stücke der Monseer Übersetzung sindsolchen des Tatian als Proben gegenüber-gestellt zugleich mit dem lateinischen Text inBraunes LB. S.2128, inMüLLENHOFFS Alt-deutschen Sprachproben 3 S. 2630.