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Teil 1 (1918) Die althochdeutsche Literatur
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263
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B. Die Literaturdenkmäler. 2. Prosadenkmäler. § 51. Isidor. 263

§ 51. Isidor.

Braune, LB. Nr. 4 u. S. 172 f.; Piper, Alt. d. Lit. S. 94101; Kelle, LG. 1,9194.336 bis338; Kögel, LG. 2,477497, Grundr. 2 S. 150152; Steinmeyer, Ergebnisse S. 210.217.Erste Ausgabe: Jo. Ppilippus Palthenius, Tatiani Alexandrini Harmoniae evangelicae anti-quissima Versio Theotisca ut et Isidori Hispalensis u. s. w. fragmentum, Gryphiswaldiae 1706;Schilter, Thesaurus antiquitatum Tom. I pars II p. 112, Ulmae 1728; Fridericus Rost-GAARD, Fragmentum Linguae Theotiscae vetustissimum sive pauca quaedam capita ex libelloS. Isidori Hispalensis episcopi de Domini et Salvatoris nostri nativitate u. s. w., Coppen-hagen und Leipzig 1738; Adolfus Holzmann, Isidori Hispalensis de nativitate Domini,passione et ressurectione u. s. w. versio francica saeculi octavi quoad superest. Carolsruhae1836 (Holtzmann, Zum Isidor, Germania 1,462475); E. G. Graff, Neues Jahrbuch derBerlinischen Gesellschaft für Deutsche Sprache und Alterthumskunde (v. d. Hagens Ger-mania), Berlin 1836, 1,5789; Karl Weinhold, Die altdeutschen Bruchstücke des Tractatsdes Bischof Isidorus von Sevilla de fide catholica contra Judaeos, Paderborn 1874; GeorgeA. Hench, Der althochdeutsche Isidor, Facsimile-Ausgabe des Pariser Codex nebst criti-schem Texte der Pariser und Monseer Bruchstücke, QF. 72, Straßburg 1893 (die jetzt gültigeAusgabe).

Hss.: P. die Pariser Hs., Cod. 2326 der Nationalbibliothek, jetzt 88 Bl. 4°,vom Ende des 8. oder Anfang des 9. Jhs., enthält bis Bl. 79 a die althoch-deutsche Übersetzung von Isidors Traktat De fide catholica contra Judaeos.Die erste Lage der Handschrift, 8 Bl., die den Anfang der Schrift enthielten,sind verloren, ebenso fehlen drei Blätter im Innern. Auf Bl. 149a steht daserste Buch des Traktats, De nativitate Domini, bis Bl. 79 a das zweite, Devocatione gentium. Die ersten 33 Blätter sind durch senkrechte Tintenlinienin zwei ungleiche Spalten geteilt, auf den linken, schmäleren, befindet sichder lateinische Text, auf den rechten Spalten von Bl. 122 a die deutscheÜbersetzung; von Bl. 22b an ist nur das Lateinische eingetragen, währendder Raum für das Deutsche leer geblieben ist. Die auf den Isidor folgendenBlätter, Bl. 79b88b, enthalten ein lateinisches Glossar, eine Maß-, Gewichts-und Münztabelle und eine lateinische Abhandlung über die Dreieinigkeit.Der Entstehungsort ist, wie überhaupt die ganze frühere Geschichte derHandschrift, unbekannt. Auf Fi. 25b steht von späterer Hand ein lateinisches,mit Neumen versehenes Lied auf den heiligen Anianus, den Bischof vonOrleans, beginnend Anianus Aurelianorum ponüfex clams stetlt in virtutibus.Es ist möglich, daß die Hs. zur Zeit, als das Gedicht eingetragen wurde,sich in Orleans befand. 1 ) Die frühste Nachricht von der Handschrift reichtins 16. Jh., denn der erste Herausgeber des Isidor, Palthen, berichtet aufS. XII seiner Ausgabe, daß sie im Besitze des französischen Sammlers Pithou(t 1596) gewesen sei; 1680 ging sie in den Besitz Colberts über und kammit dessen Bibliothek 1732 in die jetzige Pariser Nationalbibliothek.

M. die Monsee-Wiener Hs. (s. unten). Auf fünf der erhaltenen Blätterder Monseer Fragmente befindet sich der lateinische Text des IsidorischenTraktats mit der deutschen Übersetzung (Hench, Isidor S. 4555), von derjedoch das erste und letzte Blatt sehr verstümmelt sind. Die Monseer Blätter

') Holtzmann, Isidor S. 3; Scherer, MSD. II 3 , 350; Hench S. XIII.